Politik

Amtseinführung von Joe Biden Fliegt Trump einfach nach Schottland?

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Trump besitzt eine Golfanlage in Schottland.

(Foto: AP)

In den USA lässt Trump seine Mitbürger rätseln, was er eigentlich am Tag der Amtsübergabe an seinen Nachfolger Biden am 20. Januar macht. Kommt er traditionsgemäß zur Zeremonie? Oder fliegt er nach Schottland? Dafür hat eine dortige Zeitung Anzeichen ausgemacht.

Dass US-Präsident Donald Trump am 20. Januar brav seinem Nachfolger Joe Biden zum Amtsantritt gratuliert, erscheint im Moment kaum vorstellbar - so vehement wie er von Wahlbetrug fabuliert und sich weigert, seine Niederlage gegen den Demokraten einzugestehen. Doch was macht er stattdessen? Eine schottische Zeitung meldet nun, Trump könnte den Tag in Schottland verbringen. Die "Sunday Post" berichtete, am 19. Januar werde ein US-Regierungsflugzeug auf dem Flughafen Prestwick bei Glasgow erwartet. Der befindet sich ganz in der Nähe von Trumps Golfanlage Turnberry.

Die Zeitung beruft sich auf anonyme Quellen im Flughafen. Demnach soll dort eine Boeing 757 des US-Militärs landen, die Trump auch schon zuvor "gelegentlich" benutzt habe. Häufiger habe die Maschine aber Vizepräsident Mike Pence und First Lady Melania Trump befördert. Zuvor soll bereits ein Spezialflugzeug der US-amerikanischen Air Force eine Woche lang dreidimensionale Vermessungen über Trumps Golfanlage vorgenommen haben. Außerdem sollen dort im November zwei Aufklärungsflugzeuge gesichtet worden sein. Wo diese auftauchten, sei ein Anzeichen dafür, dass Trump dort hinreisen werde, heißt es in dem Bericht. Sollte Trump tatsächlich nach Schottland kommen und seinen Golfklub aufsuchen, könnte er damit möglicherweise die Corona-Regeln brechen, heißt es in dem Zeitungsbericht. Denn dieser sei wegen der Pandemie geschlossen.

Aus dem Weißen Haus hieß es dazu lediglich, Trump habe sich noch nicht entschieden, was er am 20. Januar machen werde. Dabei ist eigentlich schon alles geregelt: Seit Langem ist es Tradition, dass der scheidende US-Präsident der Amtseinführung des Nachfolgers beiwohnt. Das ist Teil der friedlichen Amtsübergabe, die zur Demokratie dazugehört. In den USA ist es ebenfalls üblich, dass Wahlverlierer und -gewinner sich vor der Zeremonie treffen und gemeinsam zum Kapitol zu fahren, wo die Vereidigung stattfindet. Da Trump aber abstreitet, verloren zu haben, ist es nur schwer vorstellbar, dass er tatsächlich friedlich danebenstehen wird, während Biden den Amtseid ablegt.

Zuvor hatte es bereits Spekulationen gegeben, Trump könnte stattdessen an Bord des Präsidentenflugzeugs, der "Air Force One", eine erneute Kandidatur für 2024 ankündigen. Andere befürchten, Trump könnte sich weigern, das Weiße Haus zu verlassen und müsste von Sicherheitsbeamten hinausgeführt werden. Als er im Dezember danach befragt wurde, sagte er aber, dass er sehr wohl den Regierungssitz verlassen werde.

Quelle: ntv.de, vpe

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