Politik

Peters im "ntv Frühstart" Grüne Jugend: "Bildung ist systemrelevant"

Es gibt kein "Recht auf Party" für junge Menschen, sagt Anna Peters, Bundessprecherin der Grünen Jugend. Es gebe aber ein Recht darauf, sich gut weiterzuentwickeln und "miteinander zu interagieren".

Die Bundessprecherin der Grünen Jugend, der Jugendorganisationen von Bündnis 90/Die Grünen, Anna Peters, hat gefordert, Bildung in Deutschland als systemrelevant einzustufen. Mit Blick auf den Lockdown in Berchtesgaden und die Schließung von Schulen und Kitas, sagte Peters im "Frühstart" von ntv: "Wir sehen, dass meistens dann, wenn es ernst wird, es immer an diesen Stellen wieder Einschränkungen gibt. Also besonders an den Stellen, die vielleicht nicht systemrelevant scheinen."

Weiter sagte die Grünen-Politikerin: "Ich glaube aber, dass Bildung systemrelevant ist. Ich habe auch den Anspruch an diese Gesellschaft, dass Bildung als systemrelevant gesehen wird. Deswegen kämpfen wir dafür, dass Schulen wirklich als allerletzter Ort geschlossen werden."

Insbesondere für junge Menschen fehle es der Politik an guten Konzepten in der Corona-Pandemie, so Peters. Junge Menschen hätten sich in der Pandemie verantwortungsvoll verhalten und ihre sozialen Kontakte eingeschränkt. "Wir haben gesehen, dass sich junge Menschen vor allem draußen treffen und sich meistens an die Regeln gehalten haben. Wir sehen natürlich auch Probleme. Ich glaube, das kommt aber vor allem daher, weil es keine richtigen Konzepte für junge Menschen gibt."

Es gebe zwar kein "Recht auf Party" für die Jugend, sagte Peters, aber es gebe ein "Recht darauf, sich gut weiterzuentwickeln und unter bestimmten Hygienekonzepten sich auch weiterhin zu treffen." Weiter sagte Peters: "Die Art und Weise von jungen Menschen miteinander zu interagieren, die wir eigentlich dringend benötigen und auch brauchen, um uns weiterzuentwickeln, findet nicht statt."

Studierende werden ignoriert

Weiter forderte Peters eine Prämie für Studierende und Auszubildende, damit diese nicht an die finanziellen Nöte kämen, "die wir gerade erleben in meiner Generation", sagte die Grünen-Politikerin. "Wir nennen das Studierenden-Grundsicherung, die aber auch für Azubis gilt."

Auch für Schülerinnen und Schüler brauche es eine Art Prämie, aber auch eine verbesserte Ausstattung und Hygienekonzepte an den Schulen. Peters nannte in dem Zusammenhang Luftzirkulationsgeräte, um zu verhindern, dass Schülerinnen und Schüler mit Decken und Winterjacken in den Klassenzimmern sitzen müssten.

Quelle: ntv.de, psa