Politik

Kaum Bewegung zum Jahresende Union bleibt stabil, FDP auch

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Die aktuelle Debatte um Wulff ist in der Umfrage noch nicht berücksichtigt.

(Foto: dpa)

Die Affären und öffentlichen Debatten um den Bundespräsidenten können der Union scheinbar nichts anhaben. In der aktuellen Forsa-Umfrage liegen CDU und CSU stabil und komfortabel weiter vor der SPD, die ihrerseits einen Punkt an die Piraten abgeben muss. Grüne und Linke bleiben unverändert. Auch die FDP kann wieder nichts reißen.

Trotz der Kreditaffäre von Bundespräsident Christian Wulff bleibt die Union in der Wählergunst weiter stark. Im Forsa-Wahltrend für "Stern" und RTL liegt sie kurz vor dem Jahreswechsel bereits die sechste Woche in Folge bei 35 Prozent und damit 8 Prozentpunkte vor der SPD. Die Sozialdemokraten (27) büßen einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche ein, während die Piraten (8 Prozent) einen Punkt gewinnen.

Dabei muss allerdings deutlich gemacht werden, dass Forsa seine Erhebung in der letzten Dezemberwoche und damit vor Bekanntwerden von Wulffs versuchter Medienmanipulation durchführte.

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Die Wähler warten offenbar auf einen Angriff der FDP auf dem Drei-Königs-Treffen.

(Foto: dpa)

Mit zusammen 41 Prozent hätten SPD und Grüne (14 Prozent) laut Forsa keine regierungsfähige Mehrheit. Die Linke bleibt unverändert bei 8 Prozent. Die FDP kann erneut nicht von dem Wechsel ihres Generalsekretärs profitieren. Weder die machtvollen Worte Patrick Dörings noch die Richtungsvorgaben vom Bundesvorsitzenden Philipp Rösler können der Partei über 3 Prozent Zustimmung hinaus verhelfen. Den Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen sieht Forsa bei 31 Prozent.

Vertrauen in die Parteien schwindet

Zum Jahreswechsel trauen die Deutschen ihren Parteien kaum noch zu, mit den Problemen im Land fertig zu werden. In der Frage der politischen Kompetenz liegen CDU/CSU zwar weiter mit 23 Prozent unangefochten an der Spitze, verlieren im Vergleich zur Vorwoche aber 2 Prozentpunkte. Auch der SPD trauen nur noch 12 Prozent der Wähler eine Problemlösung zu und damit ebenfalls 2 Prozent weniger als noch vor Weihnachten. Nur 3 Prozent (-1) glauben, dass die Grünen die Problemlöser sein könnten, während der FDP auch am Jahresende niemand politische Kompetenz zutraut. Weit mehr als die Hälfte der Befragten, nämlich 60 Prozent meinen, keine Partei könne die gegenwärtigen Probleme im Land bewältigen.

Merkel baut den Vorsprung aus

Im direkten Vergleich der potenziellen Kanzlerkandidaten kann Angela Merkel ihren Vorsprung vor ihrer männlichen Konkurrenz von der SPD nochmals leicht ausbauen. Der Abstand zwischen Merkel und Frank-Walter Steinmeier beträgt ebenso 15 Prozent (45 zu 30) wie zu Peer Steinbrück (47/32). Ihr Vorsprung vor SPD-Chef Sigmar Gabriel beträgt unverändert 34 Prozentpunkte (54/20).

Gemischten Blicks ins Jahr 2012

Nur 15 Prozent aller Bundesbürger rechnen laut Forsa am Jahresende damit, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland verbessern werden. Ganze 48 Prozent – und damit immerhin 2 Prozent weniger als noch vor Weihnachten – rechnen mit einer Verschlechterung. Mehr als ein Drittel der Befragten (35 Prozent) erwartet für 2012 keine wesentliche Änderung.

Im Gegensatz zu den wirtschaftlichen Aussichten hatten auf die allgemeine Frage, ob 2011 für sie persönlich ein gutes Jahr war, 76 Prozent der Befragten noch vor Weihnachten die vergangenen 12 Monate als eher gut eingeschätzt. Auch die persönliche Zuversicht für 2012 sah mit 60 Prozent der Befragten relativ rosig aus.

Quelle: ntv.de, ppo

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