Politik

Wenig Freude in Nordkorea Weihnachtsbaum bringt Ärger

Südkorea startet trotz der Kriegsdrohung Nordkoreas eine kurze Militärübung im Grenzgebiet. Unterdessen soll Nordkorea bereit sein, wieder internationale Atominspekteure ins Land zu lassen. Zudem soll die Regierung in Pjöngjang über den Verkauf von 12.000 atomaren Brennstäben ins Ausland verhandeln.

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Die prächtige Metalltanne wird offenbar nicht die Augen der Nordkoreaner zum Leuchten bringen.

(Foto: AP)

Eine südkoreanische Lichtinstallation in Form eines Weihnachtsbaumes sorgt an der Grenze zu Nordkorea für erneute Spannungen. Eine südkoreanische Kirche hatte die 30 Meter hohe Installation auf einem Hügel nahe der Grenze angebracht.

Der Norden wirft Seoul vor, mit dem Weihnachtsbaum unter seinen Soldaten und der nordkoreanischen Bevölkerung zur Verbreitung der Religion beitragen zu wollen. Seit einem Abkommen aus dem Jahr 2004 zum Verzicht auf jegliche offizielle Propaganda an der Grenze verzichtete der Süden nun auf die Einschaltung des Baums.

Aus Sorge vor einer militärischen Reaktion auf die Weihnachtsbeleuchtung versetzte der Süden nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums seine Streitkräfte rund um den Standort des Baums in höchste Alarmbereitschaft. Der rund 150 Meter hohe Hügel liegt etwa drei Kilometer von der Grenze entfernt und damit in Reichweite der nordkoreanischen Artillerie.

Am Montag hatte bereits eine Übung des südkoreanischen Militärs auf der Insel Yeonpyeong, die im vergangenen Monat Ziel eines nordkoreanischen Artillerieangriffs war, für Spannungen gesorgt. Nordkorea hatte im Vorfeld mit einem Gegenschlag gedroht, sah von einer Reaktion dann aber ab.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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