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Bayern Babyboom in Bayern: Aber noch mehr Sterbefälle

Ein Kettchen für ein Neugeborenes liegt im Kreißsaal einer Klinik.

(Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild)

Fürth (dpa/lby) - In Bayern sind im vergangenen Jahr so viele Kinder lebend auf die Welt gekommen wie seit 30 Jahren nicht mehr. Dennoch überstieg die Zahl der Sterbefälle die der Geburten - auch wegen der Corona-Pandemie. Im Jahr 2021 seien im Freistaat 134.321 Kinder lebend geboren worden und damit 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Landesamt für Statistik in Fürth am Mittwoch mit. Eine ähnlich hohe Geburtenzahl hatte es zuletzt 1991 gegeben, als 134.400 Kinder auf die Welt kamen.

"Inwieweit der deutliche Anstieg der Geburtenzahlen in Bayern im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steht oder ob es sich lediglich um eine Fortsetzung des allgemeinen Trends zu steigenden Geburtenzahlen handelt, können die Statistiker erst durch weitere Auswertungen untersuchen", teilte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) mit. "Sicher ist aber, dass Corona einen deutlichen Einfluss auf die Sterbefälle hatte."

Im vergangenen Jahr starben nach Angaben des Landesamts 147.984 Menschen in Bayern und damit 3,2 Prozent mehr als 2020. Im Vergleich zu 2019 - dem letzten Jahr vor der Pandemie - erhöhte sich die Zahl der Sterbefälle sogar um 10,2 Prozent. Nach Berechnungen der Fachleute sei ein Anstieg bei den Sterbefällen aufgrund der Alterung aber nur um 4,3 Prozent erwartbar gewesen.

Quelle: dpa

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