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Hamburg & Schleswig-Holstein Handelskammer Hamburg fordert bessere Planung im Norden

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Bei der "Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns" sprach sich der Präses der Handelskammer Hamburg, Norbert Aust, auch für eine enge Zusammenarbeit im Norden aus. Kein norddeutsches Bundesland könne international allein bestehen, sagte er.

Hamburg (dpa/lno) - Der Präses der Handelskammer Hamburg, Norbert Aust, hat bei der traditionsreichen "Versammlung eines Ehrbaren Kaufmanns" am Freitag an die Politik appelliert, trotz Corona-Krise die Zukunft des Standorts Hamburg stärker in den Blick zu nehmen. Die Krise habe in Hamburg und ganz Deutschland gezeigt, wo die Schwachstellen im Land des einstigen "Organisationsweltmeisters" lägen, sagte Aust laut Pressemitteilung. Das Planungsrecht müsse reformiert werden, um künftig schneller handeln zu können.

Aktuell dauere es beispielsweise im Schnitt fünf Jahre vom Beginn der Planung einer Windkraftanlage bis zur Inbetriebnahme. "So ist Deutschland nicht zukunftsfähig." Die von der neuen Bundesregierung angekündigte Halbierung der Planverfahrensdauer begrüßte er als Minimalziel.

Aust plädierte für eine enge norddeutsche Zusammenarbeit bei wichtigen Themen, wie Fachkräftemangel, Klimaschutz, Hafen und Stadtentwicklung. "Keinem der norddeutschen Bundesländer wird es gelingen, im internationalen Wettbewerb um innovative Unternehmen, die besten Fachkräfte oder Investitionskapital allein zu bestehen", betonte er. "Wir brauchen daher eine sehr schlanke, institutionalisierte Koordinierungsstruktur, die Treiber der gemeinsamen norddeutschen Wirtschaftspolitik ist."

Die Handelskammer Hamburg vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 170.000 Unternehmen.

© dpa-infocom, dpa:211231-99-553078/2

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