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Mecklenburg-Vorpommern Große Resonanz auf ersten "Mängelmelder": 118 Hinweise

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Röbel (dpa/mv) - Der erste "digitale Mängelmelder" für ländliche Gebiete wird in Mecklenburg-Vorpommern gut angenommen. Wie ein Sprecher des Ordnungsamtes am Dienstag erklärte, sind innerhalb einer Woche bereits 118 Mängel, Hinweise und Anregungen beim Amt in Röbel (Mecklenburgische Seenplatte) eingegangen. Dabei wird der am 26. Juli gestartete "Mängelmelder" auch für politische Wünsche genutzt. Etwa zwei Drittel seien Anregungen, wie der Wunsch nach 30 Stundenkilometer im gesamten Stadtgebiet von Röbel. Ein Drittel entfielen auf Mängel, die das Amt oder eine andere Behörde oder Verwaltung beseitigen soll.

Am meisten würden Müllprobleme gemeldet, darunter auch kaputte Müllbehälter, erklärte der Sprecher. In sechs Fällen habe das Amt Röbel den Mangel abgearbeitet, wodurch die "Mängel-Ampel" auf Grün sprang. In manchen Fällen, wie bei einem Lokal am Badestrand in Schwarz, sei das Umweltamt des Kreises zuständig und eingeschaltet worden. Leider könne man da den Abarbeitungsstand nicht verfolgen. Auch Schäden an Radwegen würden gemeldet, unter anderem von Touristen, die derzeit zahlreich an der Müritz sind. 

Manche Bürger wollten auch, dass ihre Straße für Autos gesperrt und nur für Räder und Fußgänger offen sein soll, sagte der Sprecher. Das könne man nicht umsetzen. Das Portal heißt "Klarschiff" und ist einfach via Smartphone und Laptop erreichbar. Neben dem "Modellamt Röbel" mit 18.000 Bewohnern, soll der Melder auch in Krakow am See (Landkreis Rostock) und im Amt Recknitz-Trebeltal angewendet werden. Im Internet sind dort schon erste Hinweise eingegangen: Ein Anwohner beschwerte sich über Lärm aus einem Wohnhaus in Böhlendorf (Vorpommern-Rügen).

© dpa-infocom, dpa:210803-99-683329/2

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