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Nordrhein-Westfalen Verkehrsverbund VRR plant flexibles Ticket ab 2022

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Essen (dpa/lnw) - Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) reagiert mit einem flexiblen Ticketangebot auf neue Arbeitsmodelle mit mehr Homeoffice. Zum 1. Januar 2022 will der VRR im gesamten Verbundgebiet ein sogenanntes FlexTicket anbieten, wie der Verbund am Donnerstag in Essen mitteilte. Geplant sind zwei Tarif-Modelle als monatlich kündbare Abos, bei denen zu einem Grundpreis jeweils Ermäßigungen auf Einzeltickets kommen.

In dem einen Modell soll der monatliche Grundpreis bei etwa 5 Euro liegen, die Einzeltickets kosten dann 20 bis 25 Prozent weniger. In dem anderen Modell liegt der Grundpreis bei 10 Euro, der Rabatt für die Einzeltickets beträgt dann 30 bis 35 Prozent. Wird der höhere Grundpreis gewählt, ist die Fahrradmitnahme enthalten. Das Modell wird seit Anfang Juni bereits von der Düsseldorfer Rheinbahn getestet.

Bereits bis zum Jahresende will der VRR flächendeckend einen elektronischen Tarif einführen. Das in Markttests "NextTicket" genannte Tarifmodell berechnet über die VRR-App auf dem Smartphone die Fahrtkosten auf Basis der Luftlinienkilometer zwischen Start- und Zielhaltestelle und rechnet sie automatisch mit dem Kunden ab. Der Preis setzt sich zusammen aus einem Festpreis und den Kilometern.

Zum Jahresbeginn 2022 werden die Tickets im VRR-Gebiet um durchschnittlich 1,7 Prozent teurer, wie der Verbund mitteilte. Begründet wird die Erhöhung mit coronabedingten Einnahmeausfällen und steigenden Betriebs- und Personalkosten. Die Erhöhungen fallen unterschiedlich hoch aus. Mehrere Abos werden 1,2 Prozent teurer. Einzeltickets für Erwachsene kosten 3,4 Prozent, was 10 Cent entspricht. Einzeltickets für Kinder sollen weiter 1,70 Euro kosten.

© dpa-infocom, dpa:210624-99-127728/3

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