Prügelei mit Schwiegervater

Boxer Stieglitz wird nicht angeklagt

03.06.2013 | 11:53 Uhr
Robert Stieglitz kommt womöglich mit einem blauen Auge davon. Eine handfeste Auseinandersetzung mit seinem Schwiegervater wird dem Magdeburger Box-Weltmeister womöglich nicht zum Verhängnis. Ihm kommen sich widersprechende Zeugenaussagen zugute.
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Robert Stieglitz (Foto: picture alliance / dpa)

Eine gewalttätige Auseinandersetzung mit seinem Schwiegervater hat für Box-Weltmeister Robert Stieglitz höchstwahrscheinlich keine juristischen Folgen. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg stellte die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den WBO-Titelträger ein.

"Es hat keinen hinreichenden Tatverdacht gegeben", erklärte Oberstaatsanwältin Silvia Niemann. Zudem hätten sich Zeugenaussagen teilweise widersprochen und seien nicht mit den aufgefundenen Spuren vereinbar gewesen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat die Familie des Schwiegervaters allerdings bereits Beschwerde gegen die Entscheidung eingelegt.

Im vergangenen Oktober hatte es eine Auseinandersetzung zwischen Stieglitz und dem Vater seiner Noch-Ehefrau gegeben. Dabei war dieser mit einer Eisenstange auf den 31-Jährigen losgegangen. Stieglitz hatte zugegeben, sich mit einem Kantholz gewehrt zu haben. Der Schwiegervater erlitt dabei einen Schädelbasisbruch.

Hintergrund der Auseinandersetzung soll eine seit langem andauernde Familienstreitigkeit gewesen sein. Stieglitz lebt von seiner Frau getrennt. "Herr Stieglitz betrachtet dieses Kapitel als abgeschlossen und wird deshalb zu den Geschehnissen aus der Vergangenheit nicht weiter Stellung nehmen, sondern nach vorne schauen", sagte Stieglitz' Rechtsanwalt Stefan Conen der "Magdeburger Volksstimme".

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Verwendete Quellen: ntv.de, sid