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Nach Testspiel in Frankreich Donezker Fußballer verweigern Heimkehr

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Douglas Costa und Alex Teixeira (zweite Reihe von links) sind zwei von sechs Spielern, die den Rückflug nach Donezk verweigern.

(Foto: imago sportfotodienst)

Die Ukraine-Krise wirkt sich auch im Profi-Fußball aus: Sechs Spieler des Clubs Schachtjor Donezk bleiben nach einem Spiel lieber in Frankreich - dort, wo es sicher ist. Doch ihr Klubbesitzer, ein mächtiger Oligarch, droht ihnen.

Der Besitzer des Fußballklubs Schachtjor Donezk hat sechs Profispieler zur Rückkehr in die ostukrainische Krisenregion aufgefordert. "Falls sie nicht kommen, denke ich, werden sie zuerst leiden", warnte der Oligarch Rinat Achmetow die Profis auf der Homepage des Vereins. Er wolle die Profis mit Strafzahlungen in Höhe von Dutzenden Millionen Euro belegen, falls sie ihre vertraglichen Pflichten verletzten.

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Auch Dentinho möchte nicht in die Ukraine zurückfliegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die brasilianischen Profis Alex Teixeira, Douglas Costa, Fred, Dentinho, Ismaily und der Argentinier Facundo Ferreyra hatten nach einem Testspiel gegen Olympique Lyon am Samstag den Rückflug nach Donezk verweigert und waren in Frankreich geblieben. Die Spieler bräuchten laut Achmetow wegen des Ukraine-Konflikts keine Angst haben. "Wir sind bereit, Sicherheit zu gewährleisten", teilte Achmetow mit. "Wir werden kein Risiko eingehen und in keinem Fall Spieler an gefährliche Orte bringen."

Laut Schachtjor-Trainer Mircea Lucescu wurden die brasilianischen Spieler von ihrem Agenten Kia Zhoorabkhyan beeinflusst, um nicht zurückzukehren. "Er will die Situation im Land ausnutzen und die Spieler kostenlos bekommen. Aber sie haben Verträge", sagte Lucescu der ukrainischen Zeitung "Segodnya".

Sicherheitslage verbietet Fußballspiele in Donezk

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Durch den Abschuss von MH17 hat sich die Sicherheitsheitslage noch weiter verschärft.

(Foto: dpa)

In der Ostukraine liefern sich die ukrainische Armee und prorussische Separatisten seit längerem heftige Gefechte. Der Konflikt beeinflusst auch mehr und mehr den Profi-Fußball. Die ukrainische Fußball- Föderation muss entscheiden, wo Schachtjor seine Heimspiele in der kommenden Saison austragen wird. Der Verein könne aufgrund der Sicherheitslage derzeit leider nicht in Donezk spielen, sagte Achmetow. Der Klub präferiere als alternative Spielstätte die Stadt Charkow im Nordosten des Landes.

Der argentinische Profi Sebastian Blanco hat unterdessen seinen Dienst beim Verein Metalist Charkow quittiert. Der ostukrainische Klub forderte den Spieler in einer Erklärung auf, seinen Pflichten nachzukommen. Solche Vertragsangelegenheiten werden in der Regel von der FIFA geklärt. Sollte der Weltverband die Lage in der Ukraine nicht als entsprechend prekär einstufen, müsste er die Spieler international sperren.

Uefa: Keine Spiele zwischen Russland und Ukraine

Der FC Kopenhagen soll Ende Juli in der Ukraine antreten. Der dänische Club wird im Champions-League-Qualifikationsspiel auf Dnjepr Dnjepropetrowsk treffen, wie der Verein mitteilte. Der Klub hatte die Europäische Fußball-Union (UEFA) nach der Auslosung gebeten, die Sicherheitslage und die Reisemöglichkeiten zu prüfen. Derzeit gibt es Klubangaben zufolge nach dem Absturz des Flugzeuges der Malaysia Airlines weder Linien- noch Charterflüge nach Dnjepropetrowsk.

Zuvor hatte die Uefa eine mögliche Begegnung von Dnjepropetrowsk und dem russischen FC Zenit St. Petersburg vor der Drittrundenauslosung ausgeschlossen. Wegen der Krise soll es laut Uefa vorerst keine Partien zwischen Teams aus der Ukraine und Russland geben.

Quelle: n-tv.de, hla/dpa

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