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Nascar-Star Wallace widerspricht FBI findet banale Erklärung für "Galgenstrick"

Bei dem "Galgenstrick"-Vorfall rund um den Nascar-Star Bubba Wallace handelt es sich laut FBI nicht um ein rassistisches Verbrechen. Die Ermittler liefern eine völlig banale Erklärung für das in der Box gefundene Seil. Wallace, der einzige Schwarze Fahrer der Serie, hält die Erklärung derweil für nicht glaubwürdig.

Der Schwarze Nascar-Fahrer Bubba Wallace ist offenbar doch nicht das Ziel eines Hassverbrechens gewesen. Das geht aus den abschließenden Untersuchungen der US-Bundespolizei FBI hervor, wie die Rennserie mitteilte. "Der FBI-Bericht kommt zu dem Schluss, und fotografische Beweise bestätigen dies, dass das wie eine Schlinge geformte Garagentor-Zugseil dort bereits im letzten Herbst positioniert war", hieß es auf der Nascar-Homepage.

Damit sei das Seil bereits lange vor der Ankunft des Teams auf dem Talladega Superspeedway im US-Bundesstaat Alabama in der Garage gewesen. "Wir schätzen die schnelle und gründliche Untersuchung des FBI und sind dankbar, zu erfahren, dass dies keine vorsätzliche, rassistische Handlung gegen Bubba war", hieß es weiter.

Wallace selbst beharrte auf der ursprünglichen Einschätzung. Das Bild von dem Gegenstand, das er gesehen habe, habe kein Garagentor-Zugseil gezeigt, sagte Wallace dem Sender CNN. "Es war ein Galgenstrick. Ob im Jahr 2019 geknüpft oder was auch immer, es war ein Galgenstrick."

Unterstützer von "Black Lives Matter"

Der Galgenstrick-Fund hatte in den vergangenen Tagen für Wirbel gesorgt und war als rassistischer Angriff auf Wallace verurteilt worden. Der 26-Jährige setzt sich für die Bewegung "Black Lives Matter" ein und hatte sich für ein Verbot der Konföderiertenflagge bei Nascar-Veranstaltungen ausgesprochen. Die Konföderierten hatten im Amerikanischen Bürgerkrieg (1861 bis 1865) der Südstaaten gegen den Norden gekämpft und sich gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze gewehrt.

Das komplette Fahrerlager und die Crews hatten sich am Montag vor dem Rennen in der Boxengasse aufgestellt, das Wallace-Auto mit der Nummer 43 gemeinsam an die Spitze der Aufstellung geschoben und den tief berührten 26-Jährigen innig umarmt - ein deutliches und wichtiges Zeichen gegen Rassismus.

Quelle: ntv.de, tno/dpa