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Einstiges DDR-"Wunderkind" Porträt Andreas Thom

Andreas Thom gilt als "Berliner Junge", obwohl er im brandenburgischen Herzfelde geboren wurde. Doch zeitig wurde sein Talent entdeckt. Er kam zum DDR-Rekordmeister BFC Dynamo, rückte schon als Jugendlicher in die erste Mannschaft und absolvierte als 17-Jähriger sein erstes Europacupspiel.

Das einstige DDR-"Wunderkind" (77 Tore in 158 Oberliga-Spielen) war auch nach dem Mauerfall ganz schnell: Als erster Ost-Spieler wechselte Thom schon im Januar 1990 offiziell in die Bundesliga. Bayer Leverkusen überwies damals 3,8 Millionen Mark an den BFC.

In Leverkusen brachte es der Stürmer Thom, später auch im Mittelfeld zu Hause, auf 37 Tore in 161 Bundesliga-Spielen. Nach 51 Einsätzen in der DDR-Auswahl absolvierte er auch noch 10 Spiele im Adler-Trikot. Nach erfolgreichen Monaten bei Celtic Glasgow (55 Ligaspiele/5 Tore) kam der heute 39-Jährige im Januar 1998 für 900 000 Mark zurück in seine Heimat Berlin - zu Hertha. Immerhin 51 Mal spielte er noch für die Blau-Weißen, wechselte danach als "Stand-by-Profi" in die Amateurmannschaft.

Bereits an der Seite von Götz

Thom soll für positive Stimmung sorgen bei Hertha. "Es ist sehr wichtig, dass eine gewisse Lockerheit in der schwierigen und verkrampften Situation entsteht. Dafür ist Andi Thom neben seiner fachlichen Qualifikation genau der Richtige", wies Hertha-Manager Dieter Hoeneß auf die Vorzüge des Nachfolgers von Huub Stevens hin, der gerade auch an seiner Verbissenheit gescheitert ist.

Schon nach der Trennung von Jürgen Röber im Februar 2002 half Amateurcoach Thom zusammen mit dem heutigen Trainer von 1860 München, Falko Götz, bei den Profis als "Feuerwehrmann" aus - und schaffte noch den Sprung auf einen UEFA-Cup-Platz.

Quelle: ntv.de