Premierminister mischt sich ein

Rugbyspieler boykottieren Regenbogen-Trikot

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Nicht alle Spieler der Manly Sea Eagles tragen dieses Trikot mit Stolz. (Foto: dpa)
26.07.2022 | 10:44 Uhr
Sieben Spieler des australischen Rugby-League-Klubs Manly Sea Eagles aus Sydney sorgen für große Aufregung. Sie weigern sich wegen ihrer "religiösen und kulturellen" Überzeugungen, in einem Regenbogen-Trikot aufzulaufen. Die Profis kommen wegen ihrer Haltung nun nicht zum Einsatz.

Große Aufregung in Australien: Sieben Spieler des Rugby-League-Teams Manly Sea Eagles aus Sydney haben sich geweigert, in einem Regenbogentrikot zur Unterstützung der LGBTQ-Community aufzulaufen. Als Gründe nannten sie "religiöse, kulturelle und familiäre Bedenken". Der Boykott sorgt für viele Diskussionen, in die sich auch Premierminister Anthony Albanese eingeschaltet hat. Er hoffe, die Angelegenheit werde schnell beigelegt, denn es sei "eine gute Sache, dass Sport inklusiver wird", sagte er. "In der australischen Gesellschaft ist es wichtig, dass wir jeden so respektieren, wie er ist."

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Trainer Des Hasler und Kapitän Daly Cherry-Evans tragen das Trikot mit Stolz. (Foto: dpa)

Wegen ihres Widerstands kommen die Profis bei der wichtigen Partie gegen die Sydney Roosters nicht zum Einsatz. "In diesem konkreten Fall fühle ich auch mit diesen Spielern. Sie wurden nicht in die Diskussionen um das Trikot einbezogen", erklärte Manly-Trainer Des Hasler mit Blick auf die Entscheidung der Klubführung, die Spieler in dem Pride-Trikot aufs Spielfeld zu schicken. "Zumindest hätten sie konsultiert werden müssen."

Gleichzeitig entschuldigte sich Hasler bei allen Minderheitengruppen und der LGBTQ-Community. "Unsere Absicht war es, einfühlsam und leidenschaftlich für all die unterschiedlichen Gruppen einzutreten, die täglich mit Inklusionsproblemen konfrontiert sind", zitierte ihn die Nachrichtenagentur AAP. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für Menschen, die unterschiedliche Identitäten und sexuelle Orientierungen haben.

Stattdessen habe die Aktion nun wegen des schlechten Managements "bei vielen Menschen zu erheblicher Verwirrung, Unbehagen und Schmerzen geführt", sagte Hasler. Er selbst werde das Regenbogen-Shirt voller Stolz tragen, fügte der Trainer hinzu. Auch Teamkapitän Daly Cherry-Evans will das Pride-Trikot nach eigenen Angaben "stolz" tragen, im Shop der Eagles ist die Sonderausgabe schon ausverkauft.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa/sid