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Dominator mit Ardennen-HattrickTadej Pogacar kann erste Wunderkind-Attacke gerade noch abwehren

26.04.2026, 17:02 Uhr
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Das Wunderkind Paul Seixas (l.) wollte den Dominator Tadej Pogačar nicht einfach fahren lassen. (Foto: dpa)

Tadej Pogačar gewinnt den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich erneut. Doch der Radsport-Star hat einen fast ebenbürtigen Kontrahenten. Kann Pogačar den Rekord dennoch knacken? Sein junger Rivale hält sehr, sehr lange mit.

Radsport-Dominator Tadej Pogačar ist in einem spektakulären Duell mit dem aufmüpfigen "Wunderkind" Paul Seixas zum nächsten Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich gestürmt. Zum Abschluss der Frühjahrsklassiker fuhr der Weltmeister aus Slowenien als Solist zu seinem dritten Erfolg nacheinander und dem vierten insgesamt beim seit 1892 ausgetragenen Etappenrennen. Seinen 19 Jahre alten Herausforderer Seixas knackte Pogačar erst am letzten Anstieg.

Nach 259,5 Kilometern und elf klassifizierten Anstiegen durch die Ardennen lag Tour-Sieger Pogačar (UAE Emirates-XRG) letztlich 45 Sekunden vor dem Franzosen Seixas (Decathlon - CMA CGM). Den Sieg widmete Pogačar seinem ehemaligen Teamkollegen Cristian Munoz, der am Freitag nach einem Unfall verstorben war. Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) wurde frühzeitig abgehängt, sicherte sich aber immerhin noch Rang drei (1:18 Minuten zurück).

Seixas erst 13 Kilometer vor dem Ziel abgeschüttelt

Auf seinem Weg zu seinem 112. Profisieg attackierte Pogačar wie in den vergangenen beiden Jahren auf der 1,6 Kilometer langen und durchschnittlich 9,4 Prozent steilen Côte de la Redoute, dem berühmtesten Anstieg des vierten Monuments des Jahres. Nur Seixas, Sieger des Juniorenrennens 2024, konnte folgen. Am letzten Anstieg musste der Jungstar aus Lyon rund 13 Kilometer vor dem Ziel aber abreißen lassen.

Nur noch die belgische Ikone Eddy Merckx liegt mit fünf Siegen bei "La Doyenne" vor Pogačar, der mit dem Spanier Alejandro Valverde und Moreno Argentin aus Italien gleichzog. Mit seinem insgesamt 13. Erfolg bei den fünf Monumenten verkürzte Pogačar seinen Rückstand auf Merckx (19) weiter. Nur Paris-Roubaix fehlt dem 27-Jährigen noch in seiner Sammlung, vor zwei Wochen hatte sich Pogacar dem Belgier Wout van Aert geschlagen geben müssen.

Treffen der Frühjahrs-Giganten

Zum Ende der Ardennen-Trilogie trafen Pogačar, Amstel-Gold-Race-Sieger Evenepoel und Flèche-Wallone-Gewinner Seixas erstmals in einem Rennen aufeinander. Die Siege teilen sich die drei Überflieger gerecht auf. Die ersten beiden Rennen hatte Pogacar nach Platz zwei in Roubaix ausgelassen.

Das Rennen begann mit einem Aufreger. Kurz nach dem Start teilte ein Sturz das Hauptfeld, eine 52 Fahrer umfassende Gruppe um Evenepoel fuhr davon. Pogačar und Seixas blieben im Peloton zurück. An der Spitze drückte Evenepoel-Helfer Nico Denz auf das Tempo, zeitweise betrug der Vorsprung rund 3:30 Minuten. 95 Kilometer vor dem Ziel schloss das Hauptfeld wieder auf. Mountainbike-Olympiasieger Tom Pidcock war nach einem Defekt bereits abgehängt.

Kurz danach waren auch die letzten Ausreißer gestellt. Pogačars UAE-Team forcierte an der Côte de la Redoute rund 35 Kilometer vor dem Ende das Tempo. Als Pogačar antrat, blieb einzig Seixas an seinem Hinterrad. Das Duo baute seinen Vorsprung weiter aus, bevor Pogačar an der Côte de la Roche-aux Faucons die Entscheidung erzwang.

Quelle: ntv.de, sue/sid

Tadej Pogacar