Ex-Nationalspieler Thomas Häßler denkt trotz seiner Verärgerung über die jüngste Kritik von Präsident Karl-Heinz Wildmoser nicht an einen vorzeitigen Ausstieg bei Fußball-Bundesligist 1860 München. "Ich will noch mal alles geben und die Saison würdig zu Ende bringen", sagte der 36-Jährige am Dienstagnachmittag. Zuvor hatte sich der Weltmeister von 1990, dessen auslaufender Vertrag von den "Löwen" nicht verlängert wird, zu einer Aussprache mit Trainer Falko Götz und Sportdirektor Dirk Dufner getroffen.
Einen versöhnlichen Abgang hatte zuvor schon DFB-Teamchef Rudi Völler aus dem fernen Bremen prognostiziert. "Ich hatte mit Icke schon lange keinen Kontakt mehr und kenne keine Interna. Aber ich kenne auch den Karl-Heinz Wildmoser sehr gut, und mit dem kann man über alles sprechen. Es wird mit Sicherheit eine Möglichkeit zur Annäherung geben. Wenn Icke aufhört, wird er sicher bei den Löwen einen vernünftigen Abschied bekommen", sagte der Ex-"Löwe".
Am Wochenende hatte Wildmoser den 101-maligen Nationalspieler hart attackiert. "Im Mai wird Häßler 37, da ist die Zeit vorbei für den Hochleistungssport. Der will 1,5 Millionen Euro für nichts", so der Ober-"Löwe", der nach dem 10-Minuten-Einsatz von Häßler beim 0:0 gegen Borussia Dortmund ergänzte: "Er muss erkennen, dass seine Zeit vorbei ist. Für diese Leistung steht ihm nichts zu. Er braucht jetzt nicht auf beleidigt zu machen, die Leistung muss er sich im Training erarbeiten, aber das tut er nicht."