Der Sport-Tag

4 Uhr aufstehen, 40 Minuten laufen: Undav gewährt Einblick in Fabrik-Zeit

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27.06.2026 | 14:10 Uhr

Nationalspieler Deniz Undav kann seinem späten Durchbruch als Profifußballer auch positive Seiten abgewinnen. "Es war ein sehr harter Weg, der aber auch viel Spaß gemacht hat", sagte der 29-Jährige, der als Jugendlicher eine Ausbildung zum Maschinenführer absolviert hatte, am Rande der WM bei DFB-TV: "Ich habe viele Facetten im Leben gesehen. Ich bin froh, dass ich es so geschafft habe und nicht gezüchtet worden bin."

Undav hatte in seinen jungen Jahren in einer Fabrik gearbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, während er gleichzeitig als Amateurfußballer unterwegs war. "Es hat sich nicht so schlimm angefühlt. Ich bin um 4.00 Uhr aufgestanden, um 4.30 zur Bushaltestelle gegangen, mit dem Bus 40 Minuten gefahren, dann 35 bis 40 Minuten zu Fuß zur Firma ins Industriegebiet. Später wieder der Weg zurück - irgendwo was essen, Sachen packen, zum Training. Zwei Jahre lang", erzählt er.

Undav hatte den Durchbruch erst über Umwege geschafft, bis 2020 spielte er noch beim SV Meppen. Zuvor schien eine Profikarriere weit weg. "Fußball war und ist mein Leben. Ich wollte aus Spaß weiterspielen. Ich habe gedacht: 2000 Euro mit dem Job, 600 bis 700 Euro mit dem Fußball, dann habe ich ein brutales Leben", erzählt er nun.

Verwendete Quelle: ntv.de