Kollege Nordmann war beim ersten Training der Abfahrer - und hat danach Streif-Sieger Thomas Dreßen für ein Interview erwischt. Für Dreßen lief es noch nicht so dolle - Rang 31 mit einem ausgelassenen Tor sprang für ihn heraus.
Dabei hatte er eine besondere Bürde - er musste sich als erster die etwa drei Kilometer lange Strecke herunterstürzen. "Nummer eins beim ersten Training zu sein, ist nie schön, so als Testpilot", sagt der 24-Jährige anschließend.
Den Torfehler hatte er allerdings nicht allein, mehrere Fahrer fuhren nicht wie vorgesehen. Dreßen erklärt: "Ich war zu direkt dran, aber im Training kämpft man nicht um jedes Tor auf Biegen und Brechen, das bringt nix. Ich habe es dann bewusst ausgelassen, damit ich in den letzten Teil mit normalem Speed hineinkomme, damit ich weiß, wie der Sprung geht."
Was Dreßen für den Wettkampf am Sonntag (3 Uhr) erwartet? "Es wird mit Sicherheit eine Schlacht. Ob jetzt eine Materialschlacht, das weiß ich nicht. Aber es wird auf alle Fälle eine enge Geschichte und da darfst du einfach keine Fehler machen. Es ist schwer schnell zu sein, aber leicht viel Zeit zu verlieren."
Die anderen Deutschen hatten ebenfalls noch nicht den perfekten Schwung erwischt: Josef Ferstl kam als bester Deutscher mit 1,85 Sekunden Rückstand auf denKanadier Manuel Osborne-Paradis auf Rang 21 und war damit der beste Deutsche. Andreas Sander hatte 1,94 Sekunden Rückstand.
