Stuttgarts Sportvorstand Fabian Wohlgemuth war sichtlich bedient. "Das muss man aufarbeiten, das beschäftigt alle. Das war ein Tiefpunkt in der Liga. Das ist ein Signal an alle", sagte Wohlgemuth nach dem äußerst ernüchternden 2:3 (1:1) des ambitionierten VfB gegen das bis dahin punktlose Schlusslicht Borussia Mönchengladbach. Während es für die Schwaben in der Champions League mit sieben Punkten sehr gut läuft, hinkt der VfB in der Liga meilenweit hinter den Erwartungen zurück. In sieben Spielen gab es inzwischen fünf Niederlagen.
Trainer Sebastian Hoeneß sprach entsprechend ernüchtert von einem "großen Warnschuss". Seine Stars um Kapitän Deniz Undav müssten endlich verstehen, "dass wir mehr investieren müssen". Man habe zwar einige Spiele gehabt, ergänzte er, "in denen sicher mehr möglich war. Das ist nicht gelungen und dann kann genauso eine Situation entstehen. Jetzt musst du die Realität erkennen."
Und die ist in der Liga vor dem Duell am kommenden Samstag bei Bayer Leverkusen sehr düster. Auch Torjäger Ermedin Demirovic, der gegen die Borussia zweimal traf, nahm seine Kollegen deshalb eindringlich in die Pflicht. "Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen, ob er gerade in den Momenten alles rausholt, wo es schwierig wird", sagte er.