"Tretertruppe"? Mainzer Kapitän schießt nach Kantersieg genüsslich gen HSV
Nein, Nadiem Amiri scheint keiner zu sein, der vergisst: Nach dem Mainzer 5:0-Spektakel beim Hamburger SV, das die Hausherren schwer gedemütigt zurücklässt und dem stolzen Klub den schlechtesten Saisonstart seiner Bundesligahistorie bescherte, postete der Nationalspieler nur einen Satz zum Spiel: "Die Tretertruppe hat gezaubert."
Der Hintergrund: Als sich beide Teams im vergangenen Februar im Abstiegskampf gegenüberstanden, ging es hitzig zu. Am Ende eines bisweilen ruppigen Spiels stand ein 1:1 - und die Aussage des HSV-Profis Miro Muheim, "lange nicht mehr gegen so eine Tretertruppe gespielt" zu haben. Für Amiri und seine Kollegen könnte Muheims Analyse einen Schuss Extra-Motivation bedeutet haben.
Denn nun, ein gutes halbes Jahr später, führten die Mainzer die komplett überforderten Hamburger phasenweise vor, erzielten Treffer um Treffer. Die Sportschau berichtet von einer "Demütigung", HSV-Trainer Merlin Polzin beklagt einen "extrem beschissenen Nachmittag". Die Niederlage gegen aufgedrehte Mainzer hätte dabei noch deutlich höher ausfallen können. Das Bundesliga-Gründungsmitglied HSV steht nach zwei Spielen mit 0 Punkten und 0:7 Toren da - so schlecht wie noch nie in seiner Geschichte. Mainz 05 dagegen darf sich mit vier Punkten und nun 5:0 Toren über einen gelungenen Saisonstart freuen.
Schlechte Nachricht für Woltemade: Juventus-Trainer setzt "voll auf Kolo Muani"
Nick Woltemade muss sich beim italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin wohl vorerst mit der Jokerrolle begnügen. Trainer Luciano Spalletti fand nach dem Debüt des Neuzugangs im Topspiel gegen die AC Mailand (1:1) zwar Lob für den Nationalspieler, setzt im Sturmzentrum aber weiter auf den Franzosen Randal Kolo Muani.
"Woltemade? Nick hat die entsprechende Statur; er ist stark im Kopfballspiel", sagte Spalletti über den früheren Stuttgarter, ehe er sich seinem Neuner Kolo Muani zuwandte, der auch im dritten Saisonspiel ohne Tor geblieben war. "Ich bin auf diesen Zug aufgesprungen – ich setze voll auf Kolo Muani und bleibe bis zum Saisonende dabei. Und am Ende der Saison werden wir dann sehen, wo dieser Zug angekommen ist."
Woltemade war in der 75. Minute kurz nach dem Gegentor durch Alphadjo Cissé (68.) eingewechselt worden. Er holte den Freistoß heraus, der zum Ausgleich durch Federico Gatti (90.+2) führte. Nach dem Schlusspfiff löste ein Gerangel zwischen dem Deutschen und Milans Strahinja Pavlovic eine Rudelbildung aus, die aber schnell wieder aufgelöst wurde.
"Maximal beschissen": Klub-Negativrekord schmerzt HSV-Trainer extrem
Merlin Polzin redete nicht drumherum. Das sei ein "maximal beschissener Nachmittag" gewesen, sagte der Trainer vom Hamburger SV nach dem bitteren 0:5 (0:2) gegen den FSV Mainz 05: "Ein Moment, der extrem weh tut". Und zudem rutschte der HSV nach der zweiten Pleite im zweiten Bundesliga-Spiel auf den letzten Tabellenplatz ab.
Doch für den HSV ist der desolate Auftritt vor den eigenen Fans im Volksparkstadion nicht nur einfach ein Stimmungsdämpfer, mit null Punkten und 0:7 Toren legten Polzin und Co. einen Klub-Negativrekord hin - noch nie ist der HSV so schlecht in eine Bundesliga-Saison gestartet.
VfL Bochum bestraft Dresdner Mega-Böcke gnadenlos
Der VfL Bochum gewinnt das Topspiel der 2. Bundesliga bei Dynamo Dresden - auch, weil sich die Hausherren defensiv haarsträubende Fehler leisten. Der Sieg des VfL hängt dennoch am seidenen Faden.

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Panik-Aktion: Ex-Weltmeister wird blitz-gefeuert
Ex-Weltmeister Fabio Grosso ist nach nur drei Spieltagen als Trainer des italienischen Erstligisten AC Florenz entlassen worden. Florenz liegt ohne Punkt und mit 1:9 Toren am Tabellenende der Serie A, am Samstag hatte die Fiorentina ihr Heimspiel gegen den FC Turin 1:2 verloren. Grosso hatte erst im Juni einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben, nun muss er als erster Trainer der noch jungen Saison gehen. Zuvor stand der 48-Jährige bei US Sassuolo unter Vertrag, der mit vier Punkten deutlich besser gestartet ist.
In Deutschland ist der ehemalige Außenverteidiger altbekannt: Mit der italienischen Nationalmannschaft hatte er auf dem Weg zum WM-Titel 2006 dem deutschen Sommermärchen ein jähes Ende bereitet. Grosso sorgte dabei nicht nur für das vorentscheidende 1:0 im Halbfinale gegen die DFB-Elf, sondern verwandelte im Endspiel auch den finalen Elfmeter gegen Frankreich.
