Der Sport-TagAuf Schalke knallt es schon wieder
Fußball-Zweitligist Schalke 04 hat wieder einmal turbulente Tage hinter sich, nach dem Aus für Kees van Wonderen strebt die Klubführung nun sehnlichst nach Kontinuität. Der scheidende Trainer habe mit seiner Kritik "ein Thema angesprochen, dessen wir uns durchaus bewusst sind", sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Tillmann dem "Kicker".
S04 sei eine "Riesenbaustelle", bei der aus "Angst vor unbequemen Entscheidungen" zu viele Prozesse zu lange nicht angeschoben wurden. "Schalke war in der Vergangenheit nicht immer ehrlich zu sich selbst", sagte Tillmann. Das soll sich ändern. Die "sachliche Kritik" von van Wonderen, so Tillmann, "nehme ich selbstverständlich an, es liegt in meiner Verantwortung, diesen Eindruck mit guter Arbeit zu korrigieren".
Die Art und Weise des Niederländers habe er hingegen "nicht in Ordnung" gefunden. Van Wonderen hatte nach dem 2:2 gegen den Hamburger SV offen über einen Abschied gesprochen und fehlende Rückendeckung beklagt. "Ich habe ihn direkt angerufen und hatte das Gefühl, auf Verständnis zu stoßen. Dass seine Kritik auf meine Person zugespitzt wurde, war laut seiner Aussage überhaupt nicht seine Intention. Dafür hat er sich entschuldigt", sagte Tillmann.