Der Sport-Tag

Bei Abrahamians EM-Siegerehrung bleibt's still

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19.10.2026 | 08:47 Uhr

Bei der Tischtennis-Europameisterschaft in Ljubljana verlor die Deutsche Annett Kaufmann das Endspiel gegen eine russische Spielerin. Teilnehmen durfte die neue Europameisterin Elizabeth Abrahamian an diesem Turnier zwar wieder. Die russische Nationalhymne und eine russische Fahne bei der Siegerehrung wurden vom EM-Gastgeber Slowenien aber nicht erlaubt. Die ETTU sei "verpflichtet gewesen, diese vom gastgebenden Land geforderten Bedingungen speziell für diese Meisterschaften umzusetzen", heißt es weiter. Der Verband selbst hätte demnach gegen russische Fahnen oder die Hymne nichts einzuwenden gehabt.

Für Kaufmann war diese Final-Konstellation vor allem aus persönlichen Gründen etwas Besonderes. Ihre Eltern sind ehemalige Leistungssportler im Eishockey und Ski Alpin und wurden in Kasachstan geboren. Mit Abrahamian verbindet die 20-Jährige eine Freundschaft, die in gemeinsamen Jugendzeiten und damit vor dem russischen Überfall auf die Ukraine begann. "Wir sind sehr gute Freunde. Ich mag sie gerne. Und sie spielt unfassbar gutes Tischtennis", sagte Kaufmann, die ihre knappe Niederlage in 3:4 Sätzen trotzdem nur schwer verdauen konnte.

Verwendete Quelle: ntv.de