Fußball-Zweitligist Hannover 96 hat sich nach dem DFB-Pokal-Spiel gegen den Bremer Stadtteil-Klub SV Hemelingen (9:1) gegen Teile der eigenen Fanszene gestellt. In einer öffentlichen Stellungnahme verurteilt der Klub queerfeindliche Beleidigungen und Bedrohungen, die mutmaßlich von einigen 96-Anhängern am vergangenen Samstag gegen Teilnehmer des zeitgleich stattfindenden Christopher Street Days in Bremen zu hören waren. "Nach übereinstimmenden Berichten haben sich Personen aus dem Umfeld unserer Fans gegenüber Teilnehmenden des CSD queerfeindlich und diskriminierend verhalten. Uns liegen Berichte über Beleidigungen und Bedrohungen vor", heißt es in der Mitteilung.
Hannover 96 ist seit mehr als zehn Jahren Schirmherr des Christopher Street Days in Hannover und bekenne sich damit zu "Vielfalt, Toleranz und einem respektvollen Miteinander". Gerade nach dem tödlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin im vergangenen Monat ist es nach Angaben des Vereins wichtig, "queerfeindlichem und anderem diskriminierendem Verhalten konsequent entgegenzutreten und nicht wegzusehen". Das Pokalspiel zwischen Hemelingen und Hannover fand wegen der rund 7000 mitgereisten 96-Fans im Bremer Weserstadion statt.