Kaum ist die langersehnte Battle of Britain zwischen den englischen Schwergewichts-Stars Tyson Fury und Anthony Joshua offiziell verkündet, da droht der Mega-Fight schon wieder zu platzen. Wie der amerikanische Box-Insider Mike Coppinger unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet, könnte der für 11. Dezember in Cardiff geplante Kampf wieder abgesagt werden. Der britische Boxpromoter und Manager Rick Glaser schreibt in den Sozialen Medien gar, das Duell sei vom Tisch. Auch Fury meldete sich via Instagram zu Wort und warf Joshua und dessen Promoter Eddie Hearn vor, sich zu drücken und den Kampf zu verhindern.
Hintergrund ist ein Streit zwischen Eddie Hearn und US-Promoter Dana White. Hearn hatte im Vorfeld darauf gedrängt, dass der Kampf in Großbritannien stattfindet. Außerdem verlangte er, sein Rivale White dürfe das Event nicht promoten. White ist allerdings eng mit dem saudischen Boxmogul Turki Al-Sheikh verbunden, der den Blockbuster finanziert. White ist in der Ankündigung des Kampfes als Promoter aufgeführt. Der Streaming-Gigant Netflix soll im Dezember weltweit übertragen. Berichten zufolge sollen Fury und Joshua eine Börse von jeweils 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro) kassieren.
"Eddie Hearn hat es endlich geschafft. Er hat seine Rolle völlig überreizt und den Kampf zum Scheitern gebracht", so Glaser. Hearn habe Bedingungen gestellt, "obwohl er weder die Veranstaltung finanziert noch eine Medienplattform wie Netflix zur Verfügung stellt." George Pyne, CEO von Bruin Capital, das kürzlich 30 Prozent der Anteile an Hearns Firma Matchroom erworben hat, sei bereits an Netflix und die saudischen Veranstalter herangetreten, um sich zu entschuldigen. Pyne prüfe nun rechtliche Schritte seines Unternehmens gegen Matchroom.
