Der Sport-TagBiathletinnen kämpfen gegen historisches Debakel
Nach dem Karriereende von Franziska Preuß hätte es für die deutschen Biathletinnen ein entspanntes Saisonfinale werden können, junge Athletinnen sollten sich auf der größten Bühne nach Olympia beweisen. Doch vor den letzten beiden Weltcups in Otepää und Oslo ist der Druck plötzlich groß: Dem einst so erfolgsverwöhnten Frauenteam droht der Verlust des sechsten Startplatzes. Ein Platz weniger würde bedeuten, dass sich eine junge deutsche Athletin ab dem kommenden Winter nicht auf der Weltcup-Bühne beweisen kann.
Es winkt in der Nationenwertung ein historisch schwaches Abschneiden. "Finnland und Tschechien sind uns dicht auf den Fersen", sagte Sportdirektor Felix Bitterling vor dem Auftakt der Rennen in Estland besorgt, weshalb "eines der großen Ziele für die restliche Saison" sei, den fünften Platz zu verteidigen. Denn sowohl Finnland (4668) als auch Tschechien (4666) sind auf Tuchfühlung zu Deutschland, das bislang in 17 von 21 Wettkämpfen 4759 Punkte sammelte. Selbst Rang fünf wäre bereits ein historisch schwaches Ergebnis. Seit Beginn der digitalen Datenerfassung der Internationalen Biathlon Union (IBU) in der Saison 1999/2000 schnitten die Skijägerinnen im Nationenvergleich nie schlechter als Platz vier ab. Ab Mitte der 2000er dominierte das DSV-Team