Der Sport-Tag

Bierhoff kritisiert "langweilige" nationale Fußball-Ligen

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22.10.2026 | 11:59 Uhr

Der frühere DFB-Direktor Oliver Bierhoff kann dem sportlichen Wettbewerb in der Bundesliga oft nicht mehr so viel abgewinnen. "Die Champions League ist ein hervorragender Wettbewerb, aber viele nationale Ligen sind, salopp gesagt, langweilig geworden", sagte Bierhoff in einem Interview mit "Sports Illustrated". Topklubs wie der FC Bayern München oder Paris Saint-Germain hätten sich zu weit von der Konkurrenz abgesetzt. In der Bundesliga hat zwischen 2013 und 2026 nur Bayer Leverkusen (2024) die Meisterserie der Münchner durchbrochen. In Frankreich fällt die Dominanz von Königsklassen-Sieger Paris ähnlich deutlich aus.

Verschiedene Instrumente aus dem US-Sport, wo Bierhoff seit 2023 die New England Patriots aus der Football-Liga NFL berät, würden dem europäischen Fußball seiner Meinung nach guttun. Als Beispiele nennt der 58 Jahre alte Ex-Nationalspieler das Draft-Prinzip oder einen Salary Cap zur Begrenzung von Gehältern. "Wir erzählen im deutschen Fußball gern, wir seien besonders solidarisch. Trotzdem geht die Schere immer weiter auseinander", sagte Bierhoff.

Der Funktionär war zwischen 2004 und 2022 für den DFB tätig und prägte die erfolgreiche Ära von Weltmeister-Trainer Joachim Löw. Die Herangehensweise im US-Sport findet Bierhoff spannend. "Die Amerikaner machen nicht zwangsläufig alles besser, aber sie machen einfach mal. Sie haben den Mut, Probleme anzusprechen und Entscheidungen zu treffen", sagte Bierhoff.

Verwendete Quelle: ntv.de