Der Sport-Tag

Boykott oder Bluff: Erste Risse in UEFA-Allianz gegen Infantino?

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11.08.2026 | 12:15 Uhr

Donald Trump springt Gianni Infantino bei. Doch die Worte des US-Präsidenten dürften den FIFA-Boss im Kampf um sein Amt nicht lange stützen. Inzwischen ist klar: Hält die Allianz der Kontinentalverbände aus Europa, Asien sowie Nord- und Mittelamerika, die den Druck mit ihrem Offenen Brief erhöhten, wäre die Zeit des FIFA-Alleinherrschers spätestens beim Kongress am 18. März 2027 abgelaufen. Das Oppositionstrio hält 136 der 211 Wahlstimmen - sollte es keine Abweichler geben. Sicher ist das jedoch nicht.

Vor allem die UEFA drängt verstärkt auf einen Rückzug Infantinos. Zwar nicht explizit, doch der Subtext der jüngsten Mitteilungen ist eindeutig. Zugleich kämpft UEFA-Chef Aleksander Ceferin darum, die Reihen geschlossen zu halten. Nicht zuletzt, weil die Drohung, FIFA-Turniere zu boykottieren, vor dem ersten Realitätscheck steht. In weniger als einem Monat soll die U20-WM der Frauen in Polen beginnen (ab 5. September). Mit sechs europäischen Startern? Während die DFB-Juniorinnen nicht für das Turnier qualifiziert sind, meldete der Gastgeber am Montag seinen Kader, Frankreich werde - Stand jetzt - teilnehmen, teilte der Verband am Freitag mit. Ceferin, so ist zu hören, werde am Rande des Supercups am Mittwoch in Salzburg um eine einheitliche Linie werben. Auch die Einberufung eines außerordentlichen FIFA-Kongresses, bei dem ein neuer FIFA-Präsident gekürt werden könnte, wird dort diskutiert.

Die große Frage bleibt: Wie ernst meinen es die Europäer mit ihrer Ankündigung? Bislang ist offen, ob die UEFA nur bei einem Infantino-Sturz von ihrer Drohung abrückt, Ceferin kann die europäischen Verbände jedoch nicht zu einem Boykott zwingen.

Verwendete Quelle: ntv.de