Die deutsche Kugelstoßerin Yemisi Mabry hat sich wenige Tage nach ihrer EM-Bronzemedaille mit deutlicher Kritik an der ARD-Übertragung an die Öffentlichkeit gewendet. Die 27-Jährige war vor allem mit dem Interview nach ihrer Qualifikation unzufrieden.
Auf Instagram teilte sie in ihrer Story einen Ausschnitt aus der Sendung, in der sie gefragt wird: "Der Kollege Busemann hat herausgearbeitet, dass in diesem Jahr Frau Schilder aus den Niederlanden (Konkurrentin von Mabry, Anm. d. Red.) neunmal vorn war und Yemisi einmal quasi bei den Bestleistungen mit dabei war. Was heißt das für das Finale heute Abend?"
Mabry schrieb dazu: "Finale erreicht und statt Rückenwind gibts erst mal eine Aufzählung deiner Niederlagen." Statt einem "Glückwunsch, du bist im Finale" komme so etwas, schrieb Mabry weiter und kritisierte offenkundig auch das Verhalten des früheren Leichtathleten Frank Busemanns, der als Experte bei der ARD arbeitet. "Und gerade von euch, die selbst einmal Athleten waren. Wie kann man sich da bewusst dafür entscheiden, einer Athletin unmittelbar vor ihrem Finale genau diese Statistiken vorzuhalten? Wo bleibt da das nötige Fingerspitzengefühl und die Empathie für den Menschen hinter der Leistung?"