Die Liste eitler Fußballer ist lang - doch Cristiano Ronaldo verteidigt seinen ersten Platz vehement. Nun hat er einmal mehr eine Kostprobe seiner Eitelkeit gegeben.
Eins vorneweg: Ja, eine Platzwunde tut weh - und ist nicht schön. Aber so benehmen wie CR7 muss man sich trotzdem nicht.
Der fünfmalige Weltfußballer sorgte sich am Sonntag ganz offensichtlich vor allem um sein gutes Aussehen, als er bei seinem Kopfballtreffer zum 6:1-Zwischenstand beim 7:1-Erfolg von Champions-League-Sieger Real Madrid gegen Deportivo La Coruna eine klaffende Platzwunde erlitt.
Er benutzte das Handy des Real-Mannschaftsarztes quasi als Spiegel, um das Ausmaß der Verletzung selbst in Augenschein zu nehmen. Immer wieder tupfte sich der Europameister das Blut aus dem Gesicht. Die größte Sorge schien allerdings, dass sein Antlitz von einer Narbe "verunstaltet" würde, aus allen Blickwinkeln wurde der Cut von Ronaldo höchstselbst begutachtet.
Der Schweizer Gegenspieler Fabian Schär hatte Ronaldo in der 84. Minute unglücklich mit dem Fuß am Kopf getroffen. "Leider habe ich ihn nicht mehr gesehen, er war nicht in der Nähe unserer Kabine. Aber ich habe mich direkt nach der Szene, bei seiner Auswechslung, bei ihm entschuldigt. Es ist unglücklich gelaufen", sagte Schär der Zeitung "Blick".
Für Ronaldo, der in der Kabine laut Trainer Zinedine Zidane "mit zwei oder drei Stichen genäht wurde", war es das zweite Tor an diesem Tag. Zuvor hatte Ronaldo bereits in der 78. Minute getroffen.
