Christian Streich hat die Stimmung beim WM-Finale zwischen dem neuen Fußball-Weltmeister Spanien und dem entthronten Titelverteidiger Argentinien in East Rutherford als "echt bescheiden" bezeichnet. "Da war kein Dach, da ist die Lautstärke nach außen gegangen", sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer im "Morgenmagazin" des ZDF. Zudem sei es auch ein Mittagsspiel vor Ort gewesen.

Die ganze Halbzeitshow: So überdreht war das WM-Spektakel
Besonders echauffierte sich der Ex-Coach des SC Freiburg aber über die Showeinlagen vor dem Spiel sowie in der Pause, die dadurch statt der üblichen Viertelstunde fast 30 Minuten gedauert hatte. "Ich weiß nicht, was es vorher zu feiern gibt", betonte Streich. Und zur Halbzeiteinlage unter anderem mit Madonna und Justin Bieber sagte der 61-Jährige: "Schrecklich für mich persönlich als Fußballfan, so eine Show anzuschauen." Es gehe ums Spiel. Danach könne man von ihm aus auch eine Fünf-Stunden-Show machen.
Aber das Spiel werde so immer mehr verwässert. Die Frage, warum das so sei, stellte Streich auch und gab umgehend die Antwort: "Weil es um den Mammon geht." Spanien hatte die Partie mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen.