DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hat im Finanzskandal um den englischen Topklub Manchester City ein hartes Durchgreifen gefordert. "Ganz ehrlich: Schlimmer geht's nimmer. Das ist für mich kein Super-GAU, sondern der Super-GAB – der größte anzunehmende Betrugsfall", sagte der 63-Jährige dem "Kicker": "Ich wünsche mir, dass die UEFA die Krallen ausfährt und das höchstmögliche Strafmaß anwendet. Das heißt ganz konkret: Lizenzentzug und Aberkennung aller Titel."
Der Fall unterstreiche aus deutscher Perspektive die Bedeutung der 50+1-Regel, betonte Rettig. City habe "den Geist, nur das Geld auszugeben, was durch zurechenbare Einnahmen generiert wurde, mit Füßen" getreten. Die Vergehen der Skyblues seien zugleich aber nur die "sichtbarste Spitze des Eisbergs". In Deutschland stehe "das Kulturgut 50+1 solchen Auswüchsen entgegen".