Der Sport-Tag

DFB-Vize wütet gegen Trump: "Teilweise faschistische Regierung"

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15.06.2026 | 10:31 Uhr

Oke Göttlich hat die politischen Verhältnisse im Land des WM-Gastgebers USA unter Präsident Donald Trump an den Pranger gestellt. "In den USA zählt der Slogan unserer WM 2006 nicht: Die Welt zu Gast bei Freunden. Hier sind nicht alle Freunde – und denen macht man das leider sehr deutlich", sagte der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes der "Frankfurter Rundschau": Der Grundsatz werde konterkariert, "dass Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen miteinander und gegeneinander Fußball spielen - durch die Politik!"

Göttlich hatte zu Beginn des Jahres für Schlagzeilen gesorgt. Der Vizepräsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) brachte damals ins Gespräch, über einen WM-Boykott nachzudenken. Vom DFB forderte der Klubchef des Bundesliga-Absteigers FC St. Pauli eine klare Positionierung vor dem WM-Start.

Göttlich verteidigte diesen Ansatz mit Blick auf das Turnier und wurde nun sogar noch deutlicher. "Sollte es in einem Land stattfinden, wo eine autokratische, teilweise faschistische Regierung mit einem faschistischen Migrationsinstrumentarium namens ICE agiert? Ich finde, das muss man ansprechen", sagte Göttlich: "Wir erleben, dass bestimmte Personen hier in Amerika teilweise viel mehr Polizeichecks haben oder ihre Ausweise zeigen müssen. Das sind Themen, die wir in Deutschland auch schon mal hatten – daher sollten wir das als deutsche Delegation auch thematisieren."

Verwendete Quelle: ntv.de