Für 40 Millionen Euro: Bayern-Legenden steigen bei einem Erstligisten ein
Thomas Müller und Mats Hummels sind vielfache deutsche Meister, Weltmeister, Bayern-Legenden - und jetzt auch Investoren bei einem portugiesischen Erstligisten. Wie Estrela da Amadora heute verkündete, steigt eine Gruppe, der neben Hummels und Müller auch die ehemaligen Bayern-Profis Yann Sommer und Lucas Hernandez angehören, bei dem Klub ein.
Wie die Zeitung "A Bola" berichtet, nimmt die Gruppe 40 Millionen Euro in die Hand, um 90 Prozent von Estrela zu übernehmen. Der bisherige Geschäftsführer Paulo Lopo hatte den Klub, der 2011 in die Insolvenz gehen musste, 2020 für 72.000 Euro übernommen. Erst 2018 hatte Estrela wieder eine Männermannschaft in der untersten Klasse an den Start gebracht, wenig später spielte der Klub durch eine Fusion wieder in der 3. Liga.
Die Geschäftsführung übernimmt nun mit Johannes Mösmang ein alter Bekannter von Hummels und Co.: Der 35-Jährige arbeitete bisher als Player Manager beim FC Bayern und begleitete den Deal nun maßgeblich. "Estrela Amadora ist ein traditionsreicher portugiesischer Fußballverein mit tiefen Wurzeln in Amadora, einer einzigartigen Identität und einer leidenschaftlichen Gemeinschaft", wird Mösmang in der Mitteilung zur Übernahme zitiert. "Der Verein zeichnet sich zudem durch eine besondere Besonderheit aus: das eigene Stadion. Wir sind hochmotiviert, dieses neue Kapitel aufzuschlagen und diszipliniert und nachhaltig ein Projekt zu realisieren, auf das die Fans, die Gemeinde und alle, die zu Estrela gehören, stolz sein können."
Comeback nach Kollaps: Musiala-Entscheidung steht
Zweimal binnen weniger Tage kollabiert Jamal Musiala während eines Testspiels seines FC Bayern auf dem Platz. Nach dem zweiten Schock erklärt der Fußballprofi, an einer neurologischen Dysfunktion zu leiden. Die Zusammenbrüche, so sagt es der FC Bayern, waren die Folge einer veränderten Medikation - und dass der Nationalspieler schon seit Monaten mit der Krankheit lebt.
Ein schnelles Comeback zum Saisonstart am Freitag gegen den VfB Stuttgart (20.30 Uhr/ Sky und im Liveticker auf ntv.de) wird es jedoch nicht geben: Auch wenn der Nationalspieler über die durch die Dysfunktion verursachten Absencen hinaus keine gesundheitlichen Einschränkungen fürchten muss, wird es für ihn in den kommenden Tagen darum gehen, die Medikation anzupassen und richtig einzustellen.
Musiala wird im Laufe der Woche ins Mannschaftstraining einsteigen, für den Saisonauftakt am Freitag ist er jedoch noch keine Option.

Was hinter Musialas rätselhaften Zusammenbrüchen steckt
Ex-DFB-Präsident fordert nach Mannheim-Krawall "Strafen, die wehtun"
Nach den Krawallen beim Südwest-Derby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern fordert der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel hohe Bußgelder. "Es geht nur mit harten Geldstrafen durch die DFB-Gerichtsbarkeit, die den Vereinen wirklich wehtun und dafür sorgen, dass sie an den Eingängen besser kontrollieren", sagte der 64-Jährige der "Frankfurter Rundschau".
Grindel sagte zudem: "Auch in den Vereinen, in denen die Ultras offensichtlich die Präsidien bestimmen, müssen sich deren Führungskräfte konsequent von Gewalt und Pyrotechnik distanzieren. Vorstände dürfen nicht den Eindruck erwecken, mit Ultragruppierungen unter einer Decke zu stecken und es hinzunehmen, dass lebensgefährdende Pyrotechnik ins Stadion gelangt."
Das DFB-Pokalspiel in Mannheim war am Freitagabend nach einem Platzsturm und viel Pyrotechnik unmittelbar nach dem Ende der regulären Spielzeit lange unterbrochen worden. Kaiserslautern gewann letztendlich mit 1:0 nach Verlängerung.

Kaiserslautern rettet sich nach Beinahe-Abbruch
"Es funktioniert nicht": Liverpool-Legende wählt gnadenlose Worte zu Wirtz' Situation
Der frühere englische Fußball-Nationalspieler Jamie Carragher hat Florian Wirtz schwer in die Mangel genommen - und am Wert des 125-Millionen-Euro-Versprechens des FC Liverpool gezweifelt. "Ich glaube nicht, dass wir eine massive Leistungsschwäche sehen", sagte die Klubikone der Reds bei Sky Sport: "Was wir seit einem Jahr sehen, ist wahrscheinlich das, was er ist: ein ordentlicher Fußballer."
Wirtz, der vor der vergangenen Saison an die Mersey gewechselt war, sei "kein Spieler, der 110 Millionen Pfund wert sein sollte, sondern jemand, der wahrscheinlich 50 bis 60 Millionen Pfund wert ist, so in etwa", erklärte Carragher: "Ordentlich, mit einem schönen Ballgefühl. Ich bin mir nicht sicher, was die Leute erwarten."
Eine Verwendung in der Mannschaft findet der 48-Jährige nicht mehr. "Was soll man mit Wirtz machen?", fragte Carragher und erklärte: "Diese Vorstellung, dass Spieler ein Jahr brauchen, um sich in der Premier League einzuleben, halte ich für einen Mythos."
Wirtz agierte im ersten Saisonspiel als Spielmacher, dort würde Carragher aber lieber den früheren Leipziger Dominik Szoboszlai sehen. Der Ungar hatte den Strafstoß zum späten Ausgleich verwandelt. "Man kann so nicht weitermachen. Es funktioniert nicht. Es hat letzte Saison nicht funktioniert. Ich glaube einfach, dass es langsam so weit kommt, dass er nicht mehr ins Team passt", sagte Carragher.
Hamburg feiert 16-jährigen Rekord-Torschützen
Der HSV tut sich beim mutigen SC Verl zunächst schwer, findet kurz vor der Pause aber den entscheidenden Zugriff. Nach dem Seitenwechsel sorgt ein schneller Doppelschlag für klare Verhältnisse - ein 16-Jähriger schreibt dabei Vereinsgeschichte.

Hamburg feiert 16-jährigen Rekord-Torschützen
Schalke vermeidet Blamage knapp, aber torreich
Der Hallesche FC bringt Schalke 04 im DFB-Pokal an den Rand der Blamage und schlägt spät zurück. Erst in der Verlängerung dreht ein erfahrener Stürmer auf, bereitet ein Tor vor und macht mit seinem Doppelpack den Einzug in Runde zwei klar.

Schalke vermeidet Blamage knapp, aber dann torreich
Jetzt hängt's an Bayern und BVB: Bundesligisten können schwarze Serie brechen
16 Erstligisten, alle weiter: Die Klubs der Fußball-Bundesliga sind auf dem besten Weg, erstmals seit 18 Jahren geschlossen in die 2. Runde des DFB-Pokals einzuziehen. Einzig ein Aus von Titelverteidiger Bayern München (beim Zweitligisten VfL Osnabrück) oder Borussia Dortmund (beim Oberligisten HEBC Hamburg) kann Anfang September die makellose Bilanz noch verhindern.
Zuletzt hatten 2008/09 alle Bundesligisten die erste Pokal-Hürde übersprungen, im vergangenen Jahr hatte es "nur" Werder Bremen mit dem 0:1 bei Arminia Bielefeld erwischt. Der Rekord stammt aus den Spielzeiten 1967/68 und 1970/71, als jeweils gleich sieben Erstligisten in der ersten Runde gescheitert waren. Damals konnten Bundesligisten aber von Anfang an aufeinandertreffen.

