Der Sport-Tag

Deutsche Olympionikin weiß immer noch nicht, ob sie Bronze wirklich behalten darf

27.10.2022 | 16:03 Uhr

Skicrosserin Daniela Maier hat die Bronzemedaille der Olympischen Winterspiele von Peking immer noch zu Hause liegen. "Ich schaue sie gerne an. Das war an dem Tag das beste Skicross, das ich je gezeigt habe", erinnerte sich die 26-Jährige bei der Einkleidung des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Herzogenaurach. Ob die Freestylerin die Belohnung für den Wettkampf ihres Lebens für immer behalten darf, steht auch acht Monate nach dem Rennen in China nicht fest. Der Fall liegt weiterhin beim Internationalen Sportgerichtshof CAS im schweizerischen Lausanne. "Wir gehen im Moment davon aus, dass die Medaille bei Dani bleibt", sagte Heli Herdt (Sportdirektor Skicross).

Olympische Sensationen und historische Leistungen

Nach einem Einspruch der viertplatzierten Fanny Smith und des Schweizer Skiverbandes entschied die Berufungskommission des Weltverbands FIS, die Jury-Wertung aufzuheben. Plötzlich jubelte Smith und der DSV legte Einspruch ein. Kurios: Auf der FIS-Seite wird Maier als Vierte geführt, auf der Olympia-Seite als Dritte.

Die Aberkennung des dritten Platzes ist nicht automatisch gleichbedeutend mit dem Verlust der Olympia-Medaille. Ein mögliches Szenario wäre, dass eine weitere Bronzemedaille vergeben wird.

Verwendete Quelle: ntv.de