Der Sport-Tag

Der Sport-TagDeutscher Ski-Funktionär hat zwei Ideen gegen Penis-Tricks

14.02.2026, 18:47 Uhr

Nach Berichten um Penis-Tricksereien für größere Weiten im Skispringen sieht Sportdirektor Horst Hüttel vom Deutschen Skiverband Handlungsbedarf. "Ich habe keine Hinweise, dass betrogen wurde. Ich sehe trotzdem Handlungsbedarf, um das Thema aus der Welt zu schaffen", sagte der 57-Jährige bei den Olympischen Winterspielen in Italien. "Zumindest theoretisch gibt es die Möglichkeit zur Manipulation."

Hüttel sieht zwei Möglichkeiten zur Verbesserung der Messmethode. "Variante eins: Entweder man vermisst die knöchernen Strukturen und legt danach das Schrittmaß fest", sagte Hüttel. "Variante zwei: Man orientiert sich beim Schrittmaß an der Körpergröße."

Der frühere Nordische Kombinierer erklärt: "Bei 98 Prozent der Athleten liegt das Schrittmaß bei circa 45 Prozent der Körpergröße. Das wäre einfach und transparent und aus meiner Sicht eine Lösung, die man weiterdenken sollte." Hüttel ergänzte: "So müsste man nur die Körpergröße messen, was auch für die darunterliegenden Wettkampfsysteme wie Continental Cup oder Alpencup praktikabel wäre."

Es geht um die Regeln des Weltverbands Fis zur Vermessung der Athleten, die für die Bestimmung der Größe der Sprunganzüge wichtig ist. Vereinfacht formuliert: Mehr Stoff an der richtigen Stelle sorgt für mehr Auftrieb. Und da kommt bei Skispringern auch die Penisgröße ins Spiel.

Quelle: ntv.de