Die Fans des FC Aberdeen hatten ganz schön was zu gucken, sie staunten, einige lachten völlig irritiert, einige zweifelten an ihrem Verstand. Schuld ist Marius Müller, der deutsche Torhüter, der im Sommer nach Schottland gewechselt ist. Beim 3:0-Sieg gegen den FC Dundee erlaubte sich der Ex-Wolfsburger nämlich ein Kunststück. Einen Rückpass auf sich klärte er per Rabona. Eben jenem Trick, bei dem der Fußballer mit dem Schussbein durch Überkreuzen den Ball hinter dem Standbein spielt.
Zu viel für so machen Fan - und auch sein Trainer Stephen Robinson schüttelte nur ungläubig den Kopf. Denn das Stadion liegt Nahe der Nordseeküste, wirbelnde Winde bringen schon so manchem konservativen Abschlag einen gehörigen Knick in die Fluglinie. Doch der Schuss von Müller übers Spielfeld kam tatsächlich an. Und noch mehr: Sein neues Team - das in der vergangenen Saison im Abstiegskampf feststeckte - gewann locker. Müller ging mit seinem Schuss in den sozialen Medien viral.