Der deutsche Trainer Tonda Eckert hat in einem Interview offen über die Spionage-Affäre des englischen Fußball-Zweitligisten FC Southampton gesprochen und von schlaflosen Nächten erzählt. "Es gab sie. Vor allem gab es ein permanentes Gedankenkarussell. Als Cheftrainer bin ich für eine Entscheidung verantwortlich, die wir sehr bereuen", sagte Eckert dem "Kicker". Er habe auch Morddrohungen erhalten. "Ja, das konnte auch nicht mehr ohne Polizei ablaufen. Ich möchte nicht auf Details eingehen, nur so viel: Mir wurde empfohlen, nicht mehr selbst zu fahren, sondern hinten im Auto zu sitzen. Das war sehr schwierig", schilderte Eckert in großer Offenheit.
Eine unabhängige Disziplinarkommission der englischen Fußball-Liga (EFL) hatte den Klub wegen der Affäre aus den Championship-Playoffs - und damit von einem möglichen Premier-League-Aufstieg - ausgeschlossen und mit einem Vier-Punkte-Abzug für die kommende Saison bestraft. "Die Konsequenzen hätten für den Verein und die Mannschaft kaum härter sein können. Dann kommt eine öffentliche Wucht, auf die einen nichts vorbereitet", sagte Eckert.