Matthias Sammer sieht den Umgang mit dem vor einem Jahr verstorbenen Franz Beckenbauer im Zuge der "Sommermärchen-Affäre" extrem kritisch. "Es ist für mich nicht mehr wiedergutzumachen, was wir ihm angetan haben", sagte der 57-Jährige bei t-online.de: "Wir alle haben Franz Beckenbauer vorgeschickt und alle wussten, mit welchem dubiosen System, welchen Anforderungen, die dieses FIFA-Konzil in sich trägt, er es am Ende zu tun haben würde."
Die großen Stationen im Leben des Franz Beckenbauer
Er selbst wisse nicht, wie Beckenbauer "es am Ende geschafft hat, die WM 2006 nach Deutschland zu bringen", so Sammer weiter: "Ihn dann aber so zu attackieren, weil er dafür dieses System irgendwo bearbeiten musste, das ist Heuchelei. Das tut mir sehr, sehr weh. Deutschland hat ihm gegenüber versagt." An Beckenbauer hatte es immer wieder Kritik wegen der Geldflüsse rund um die Heim-WM 2006 gegeben.