Klaus-Michael Kühne ist tot. Der Logistik-Milliardär, einer der reichsten Deutschen, starb im Alter von 89 Jahren. Beim Hamburger SV war Kühne mit seiner Kühne Holding AG zweitgrößter Gesellschafter der HSV Fußball AG & Co. KGaA. Der Bundesligist gedenkt des langjährigen HSV-Fans und Investors mit einem Nachruf.
"'KMK', wie der weltweit agierende Unternehmer von vielen seiner langjährigen Begleiter und Weggefährten genannt wurde, machte nie einen Hehl daraus, dass sein Engagement beim HSV keineswegs profitorientiert sei wie bei vielen seiner unternehmerischen Investitionen", schreibt der Klub. "Als der HSV seine Profifußballer 2014 aus dem Verein löste, wollte er Anschub geben. "Ich wünsche mir den HSV dort, wo er Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre schon einmal war", sagte er damals in einem Interview mit den HSV-Klubmedien.
Das hieß: Es sollte endlich nach oben gehen. Langfristig. Die Realität – ein Abstiegskampf nach dem nächsten, sportliche Enttäuschungen und letztlich der Abstieg in die Zweite Liga – traf Kühne hart. Er schimpfte nach Niederlagen, drohte mit Liebes- und Geldentzug und ließ manchen Vorstand und sportlich Verantwortlichen lesen und hören, was er von dem eingeschlagenen Weg mit viel zu langer Verweildauer in Liga zwei hielt.
Was viele nicht wussten: Kühne verfolgte auch nach den schmerzlichsten Pleiten jedes nächste HSV-Spiel voller Leidenschaft, mit Daumendrücken und Siegeshoffnung. Außerdem bescherte er dem HSV mit dem Kauf des Stadionnamensrechts einen Imagebooster der besonderen Art. Ausgerechnet er gab der mehrfach umbenannten Heimspielstätte ihren ursprünglichen Namen zurück: Volksparkstadion. Er ermöglichte diesen Schritt. "KMK" war für den HSV stets da, wenn dieser ihn brauchte.
Obwohl Klaus-Michael Kühne viele weitere Großprojekte in Hamburg betrieb und regelmäßig in der Stadt war, liegt sein letzter Besuch bei einem Heimspiel mehr als elf Jahre zurück. Ein weiterer wird nicht hinzukommen. Klaus-Michael Kühne starb am 23. August 2026. Er wurde 89 Jahre alt.
Der HSV wird Klaus-Michael Kühne in Ehren behalten. Unser Beileid und Mitgefühl gelten seiner Ehefrau Christine."