Der Sport-Tag

Doping zum Trotz: Russen rechnen mit Olympia-Medaillen

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Putin ehrte nach den Winterspielen "seine" Athletinnen, obwohl diese offiziell nicht für Russland starteten. (Foto: imago/eckphoto)
24.07.2019 | 20:37 Uhr

Trotz Dopings oder gerade wegen Dopings ist man da geneigt zu fragen. Russland rechnet sich Chancen auf Medaillen bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio aus. "Unser Team wird wettbewerbsfähig sein", sagte Sportminister Pawel Kolobkow der Agentur Tass zufolge.

  • "Wir können bereits sehen, dass wir in den meisten Sportarten um Medaillen kämpfen können." Kolobkow verwies auf 20 Sportarten, in denen russische Athleten konkurrenzfähig seien.

  • Bei den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien wurde Russland im Medaillenspiegel Vierter. 19 Medaillen holte das Land. Bei den Winterspielen in Pyeongchang war das Russische Olympische Komitee suspendiert. Unbelastete Sportler durften unter neutraler Flagge und ohne Hymne und Nationalkleidung teilnehmen.

  • "Wir denken nicht über Gerichte oder Streitigkeiten nach. Wir bereiten uns ruhig vor", sagte der Minister.

  • Gegen russische Sportler werden immer wieder neue Dopingvorwürfe laut - zuletzt nach Auswertung von Daten aus einem Moskauer Analyselabor. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hatte die Suspendierung der russischen Anti-Doping-Agentur Rusada im September 2018 aufgehoben, was weltweit große Kritik hervorgerufen hatte.

  • Bis heute haben die Russen das Staatsdoping nicht zugegeben.