Der Sport-TagDrama um Rekord-Athletin: Schwächeanfall zerstört Medaillentraum
Für Langläuferin Kathrin Marchand ist bei den Paralympischen Winterspielen der Traum von einer Medaille auf bittere Art und Weise geplatzt. Sie lag im Rennen der stehenden Klasse über die Mitteldistanz lange Zeit auf Kurs Bronze, hatte nach fünf Kilometern bereits 23,3 Sekunden Vorsprung auf die Viertplatzierte. Doch dann erlitt sie einen Schwindelanfall, musste sich an den Streckenrand setzen und gab das Rennen schließlich auf. Der Deutsche Behindertensportverband gab Entwarnung. "Es ist nichts Ernstes, der Mannschaftsarzt ist bei ihr", sagte Sprecher Benjamin Schieler der ARD: "Sie hatte einen Schwächeanfall, hatte leichten Schwindel und musste sich hinsetzen."
Auf den TV-Bildern war zu sehen, wie die Athletin - gestützt von jeweils einem italienischen und deutschen Betreuer - sichtlich wankend von der Loipe weggebracht wurde. "Mir geht es okay", schrieb Marchand bei Instagram: "Das vorletzte Licht ist kurz ausgegangen. Die Bedingungen sind tief und schwierig, da wollte meine linke Seite nicht mehr mitmachen." Die 35-Jährige war als Ruderin bereits zweimal bei Olympischen Spielen und einmal bei den Sommer-Paralympics am Start gewesen. Mit ihrer Teilnahme in Norditalien schrieb sie nun Geschichte und startete als erste Athletin auch noch bei Paralympischen Winterspielen.