Voller Reue hat sich Naomi Osaka nach ihrem mühevollen Achtelfinaleinzug bei den US Open an die Zuschauer gerichtet. Beim 6:3, 3:6, 7:5 über die Belgierin Elise Mertens hatte der japanische Tennisstar frustriert immer wieder über sich selbst geschimpft und auch den Schläger auf den Platz geworfen. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich gut gespielt habe, und das hat mich wirklich runtergezogen. Ich war sehr negativ mit mir selbst, deshalb tut mir mein Verhalten wirklich leid", sagte die 28-Jährige im Interview auf dem Platz. "Es tut mir wirklich leid für die kleinen Kinder, die zugeschaut haben", ergänzte Osaka, die selbst Mutter einer Dreijährigen ist.
Osaka zeigte sich völlig erleichtert über den Drittrunden-Sieg. Nach 2:38 Stunden stützte die zweimalige US-Open-Siegerin den Kopf auf ihren Schlägergriff und pustete kräftig durch. "Ich bin buchstäblich geschockt, dass ich dieses Match gewonnen habe", sagte sie. "Ehrlich, ich kann es nicht glauben." Im dritten Satz lag Osaka bereits 2:4 mit einem Break hinten, kämpfte sich aber noch mal zurück. In der Runde der besten 16 steht sie nun vor einer ganz schweren Aufgabe: Osaka trifft auf die an Nummer zwei gesetzte Jelena Rybakina aus Kasachstan.
