Serena Williams ließ sich das kurze Bad in der Menge trotz der glatten Niederlage nicht nehmen: Vor den Augen ihrer beiden Kinder musste die Tennis-Legende die erste Niederlage seit ihrem Comeback hinnehmen - und verabschiedete sich trotzdem gebührend von den Berliner Fans. Vor ihrer Wimbledon-Rückkehr an der Seite ihrer Schwester Venus Williams unterlag sie bei den Berlin Tennis Open gemeinsam mit ihrer Doppelpartnerin Karolina Muchova (Tschechien) dem Duo Giuliana Olmos (Mexiko) und Erin Routliffe (Neuseeland) mit 4:6, 4:6.
"Ich habe mich dort draußen ziemlich gut gefühlt - deutlich beweglicher, stabiler und schneller", sagte Williams nach dem Match. Muchova ergänzte: "Uns haben ein paar Trainingseinheiten gefehlt. Wir hatten nicht besonders viel Zeit, aber trotzdem hatten wir Spaß auf dem Platz."
Im Steffi-Graf-Stadion zeigte Williams neben kräftigen und wirkungsvollen Grundschlägen auch immer wieder Schwächen. Vor allem der erste Aufschlag kam häufig nicht, zudem wirkten ihre Beine zu Beginn noch etwas schwer. Der Kampfgeist der 44-Jährigen war jedoch wie in vergangenen Tagen groß. Nach einem missglückten Schlag sprang die US-Amerikanerin verärgert auf der Stelle auf und ab, immer wieder pushte sie sich und ihre Partnerin mit einem energischen "Let's go". Für zusätzliche Unterstützung sorgten ihre achtjährige Tochter Olympia und die zweijährige Adira River, die ihre Mutter immer wieder anfeuerten. Doch auch das half nicht. Williams und Muchova kassierten im zweiten Satz ein frühes Break und konnten den Rückstand nicht mehr aufholen.
