Der frühere Bundesliga-Manager Heribert Bruchhagen hat den Einfluss von Beratern im Profifußball scharf kritisiert. Die zunehmende Macht von Spieleragenten sei "ein Kardinalfehler im Fußball", sagte der Ex-Vorstandsboss von Eintracht Frankfurt im Sport1-Interview: "Ich wäre nach Hause gefahren, bevor ich Berater an Transfererlösen prozentual beteilige. Was ist das denn? Das Geld verlässt sozusagen den Kreis des Fußballs."
Die Klubs müssten "aufpassen, dass sie ihre Identität und ihr Selbstbestimmungsrecht nicht Stück für Stück preisgeben", sagte Bruchhagen. Dass mittlerweile auch Trainer Berater zur Vertragsverhandlung einschalten, sei "undenkbar", so der 78-Jährige: "Trainer, die Entscheidungen treffen müssen, die stark sein müssen, schicken Berater zur Verlängerung ihres Vertrages. Was ist das denn? Wenn ich einen Trainer verpflichte, will ich dem gegenübersitzen. Dann kann er mir sagen, was er möchte. Aber ich lasse mich doch nicht über dritte Personen über einen Trainer informieren, den ich verpflichten möchte."