Der frühere Schwimmstar Michael Phelps wird seit Jahren von Depressionen gequält. Erstmals sprach er 2014 über die Krankheit, begab sich damals auch in Therapie. Die rette ihm vermutlich das Leben, bekannte er nun in einer Dokumentation von "L'Equipe". Nach den Olympischen Spielen 2012 "wollte ich nicht mehr leben", sagte er. Er hatte konkrete Suizidgedanken und in einer Nacht 30 Milligramm Schlaftabletten bei sich: "Zum Glück waren es nicht mehr, sonst hätte ich sie alle genommen. Das war das größte Warnsignal meines Lebens."
Hilfe bei Depressionen
- Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention hat auf ihrer Website verschiedene Adressen für Hilfe bei Depressionen zusammengestellt, unter anderem zu ersten Anlaufstellen. Sie rät: Bei einer Erkrankung oder beim Verdacht auf eine Depression sollte man unbedingt das Gespräch mit einem Arzt oder Psychotherapeuten suchen. In Notfällen, etwa bei Suizidgedanken, sollte man sich jedoch umgehend an eine psychiatrische Klinik wenden oder den Notruf 112 wählen. Auch der Sozialpsychiatrische Dienst leistet in der Regel wohnortnah Hilfe - für psychisch Erkrankte, aber auch für Angehörige. Das Info-Telefon Depression der Depressionshilfe erreicht man kostenfrei unter der Telefonnummer 0800 - 33 44 533, zu folgenden Zeiten: Mo, Di, Do 13 bis 17 Uhr, Mi und Fr 8.30 bis 12.30 Uhr.
- Auch auf der Website des Netzes psychische Gesundheit finden sich verschiedene Unterstützungsangebote, die man in Krisenzeiten in Anspruch nehmen kann.
- Beim Bundesverband Burnout und Depression e. V. finden Betroffene und Angehörige Informationen zu Selbsthilfegruppen, Beratungsangebote und mehr zu den Themen Burnout und Depression
Die Therapie half, 2016 gewann er bei den Olympischen Spielen nochmal fünf Gold- und eine Silbermedaille. Doch die Depressionen sind bis heute ein Begleiter - er will mit seinen öffentlichen Aussagen dazu auch anderen helfen, engagiert sich mit seiner Stiftung gegen Vorurteile. Er weiß: "Ich werde meine Depressionen und Ängste nie loswerden. Die Frage ist, wie ich damit umgehe."