Schiedsrichter-Boss Knut Kircher hat kurz vor dem Bundesliga-Start nochmals bekräftigt, den VAR in der anstehenden Saison etwas zurückhaltender einsetzen zu wollen. Die Fehlentscheidung müsse "schon in den ersten Kamerabildern sofort erkennbar sein, damit ein On-Field-Review empfohlen wird", sagte der 57-Jährige der "Frankfurter Rundschau": "Aus 'klar und offensichtlich falsch' wird nun 'unmittelbar klar und offensichtlich falsch'."
Es werde "Situationen geben, in denen man sagen kann: Das hätte man vielleicht auch anders entscheiden können. Aber genau solche Ermessensspielräume gehören zum Fußball", führte Kircher aus: "Es geht wieder ein Stück in Richtung 'Fußball von gestern', was Entscheidungs- und Spielmanagementkompetenz betrifft. Ziel ist, die Persönlichkeit des Schiedsrichters als Spielleiter auf dem Feld zu stärken." Dabei wolle man aber dennoch "möglichst einheitliche Entscheidungen".
