Kombinations-Bundestrainer Hermann Weinbuch hat die Organisatoren der WM in Planica nach den Stürzen beim Mixed-Wettbewerb kritisiert. "Es war sehr gefährlich, grob fahrlässig. So etwas sollte bei der WM nicht passieren", sagte Weinbuch. Nachdem der Italiener Alessandro Pittin und der Japaner Akito Watabe in Slowenien direkt nacheinander gestürzt waren, entschied sich die Wettkampfleitung für einen vorzeitigen Abbruch des Springens.
Das Problem war der zu weiche Aufsprunghang, der nach starkem Schneefall in der Nacht offensichtlich nicht richtig präpariert worden war. "Leider sind die Hausaufgaben nicht gemacht worden", sagte Weinbuch. "Es ist viel zu weich. Sie haben eine Fehleinschätzung bei der Präparation gemacht." Laut dem 62-Jährigen hätte man den Neuschnee vor dem Springen abtragen müssen. Wäre der Wettkampf weitergegangen, hätte Weinbuch seine Athleten mit verkürztem Anlauf nicht weit springen lassen, um sie zu schützen.
"Für die Gesamtsituation in der Nordischen Kombination ist das eine Katastrophe. Wir müssen weite und gute Sprünge sehen. Das tut mir in der Kombinationsseele weh, dass leider wieder so was passiert ist." Routinier Watabe war nach der Landung kopfüber in den Schnee gefallen, seine Teamkollegin Yuna Kasai war im Auslauf mit Tränen zu sehen.
