Die ukrainische Weltklasse-Tennisspielerin Jelina Switolina, Nummer 13 der Welt, hat Hasskommentare in den sozialen Medien gegen sich öffentlich gemacht. In einer der zahlreichen Nachrichten, die sie auf ihrem Account teilte, hieß es: "Ich hoffe, du stirbst heute Nacht". Switolina, die zuvor im Viertelfinale des WTA-Turniers im kanadischen Montreal klar verloren hatte, antwortete auf die beleidigenden Nachrichten mit einer Botschaft: "An alle Wetter: Ich bin Mutter, bevor ich Athletin bin. Die Art und Weise, wie ihr mit Frauen - mit Müttern - sprecht, ist beschämend. Wenn eure Mütter eure Nachrichten sehen würden, wären sie angewidert."
Die von ihr veröffentlichten Hasskommentare bezogen sich auch auf den russischen Angriffskrieg gegen ihre Heimat: "Dein Land befindet sich im Krieg, und du machst dich da draußen so lächerlich", hieß es beispielsweise. Hassbotschaften in den sozialen Netzwerken sind im Tennis längst kein Einzelfall. Auch die Hamburgerin Eva Lys hat - wie andere - schon auf die Problematik aufmerksam gemacht.
