Keine Grid Girls mehr, dafür mehr Konzentration auf den Sport - das gefällt nicht allen im Formel-1-Zirkus: Renault-Pilot Nico Hülkenberg etwa kritisiert die jüngsten Veränderungen in der Formel 1 unter dem neuen Eigner Liberty Media.
Besonders die in der Vorwoche verkündete Abschaffung der Grid Girls ist für den Emmericher ein "weiterer Rückschritt in Sachen Showbusiness. Ein paar heiße Mädels vor den Autos, das ist doch für die ganze Szene nur förderlich", sagt Hülkenberg dem Magazin "No Sports".
Als wenig förderlich für die Show empfindet Hülkenberg auch die verpflichtende Einführung des Cockpitschutzes Halo zur kommenden Saison. "Ein schwerer Schlag für die Attraktivität" sei der elf Kilogramm schwere Bügel aus Titan: "Nicht nur, weil es blöd aussieht, sondern die Wahrscheinlichkeit minimal ist, dass ein Unfall passiert, bei dem Halo wirklich hilfreich ist."
Überhaupt ist nach Meinung des 30-Jährigen eine Prise Gefahr essenziell für die Formel 1. "Motorsport lebt von der Geschwindigkeit, dessen sind sich alle Fahrer bewusst, und wir sind uns einig, dass es nicht gut ist, die Formel 1 zunehmend durch Regeln und Sicherheitsmaßnahmen zu sterilisieren. Das ist gegen die Natur dieses Sports", sagt Hülkenberg.
