Der deutsche Radprofi Florian Lipowitz hat sich am Schlusstag der Tour de France zu Wort gemeldet, kann den Zeitpunkt seines Comebacks aber noch nicht abschätzen. "Mir geht es den Umständen entsprechend ganz gut. Die OP ist gut verlaufen. Ich bin jetzt schon wieder daheim und fokussiere mich auf die Erholung", sagte Lipowitz im Telefon-Interview mit der ARD.
Der 25-Jährige, der die Frankreich-Rundfahrt im Vorjahr als Dritter auf dem Podium beendet hatte, war am vergangenen Dienstag im Einzelzeitfahren der 16. Etappe gestürzt und erlitt dabei einen Schlüsselbeinbruch. Er sei noch nicht ganz schmerzfrei, erklärte Lipowitz. "Ich habe noch ein bisschen mit den Rippen und mit dem Atmen zu kämpfen", sagte der Star des Teams Red Bull-Bora-hansgrohe.
Von der Tour hatte Lipowitz nach seinem Sturz auch mental bewusst Abstand genommen. Er habe das Rennen "nicht wirklich" verfolgt, so Lipowitz: "Ich bekomme natürlich die Ergebnisse vom Team mit, was mich sehr gefreut hat. Am Ende habe ich zwei Wochen mitgekämpft. Mich freut es natürlich, dass sie es jetzt bis nach Paris gebracht haben. Aber ich muss ehrlich sein: Ich habe versucht, die Tour und allgemein den Radsport ein bisschen zur Seite zu legen."
