Der Sport-TagIm März im Koma, im Dezember auf dem Podium
Daniel-André Tande flog wie früher. Zunächst schaffte es der norwegische Skispringer in Klingenthal auf 130,5 Meter, im Finaldurchgang legte er dann noch einmal satte 141,5 Meter nach. Dass es nicht zum Weltcup-Sieg reichte, lag am Japaner Ryoyu Kobayashi, der im schwierigen Schneeregen einen Tick stärker war. "Es ist schwer zu erklären, was dieses Ergebnis für mich bedeutet, es ist ein tolles Gefühl. Momente wie diese sind der Grund, warum ich diesen Sport immer noch betreibe", kommentierte Tande. Auch ohne Sieg ist es ein mehr als beachtliches Comeback des ehemaligen Skiflug-Weltmeisters, der im März dieses Jahres ein echtes Drama erlebte und sogar um sein Leben rang. Nach einem Horrorsturz auf der Riesenanlage in Planica lag der 27-Jährige mehrere Tage im Koma. Er zog sich einen Schlüsselbeinbruch und eine punktierte Lunge zu, zudem stellten die Ärzte vier Hirnblutungen fest.